#6 Theorie trifft Praxis: Mechtroniklehrlinge Marco und David über Technik, Teamgeist und den Wert einer Lehrausbildung

Shownotes

In der sechsten Folge von "NextStepLehre", dem Podcast der VKMB, sprechen Marco (3. Lehrjahr, Medizingeräte­technik) und David (3. Lehrjahr, Automatisierungstechnik) über ihren Alltag im AKH Wien und darüber, warum die Lehre für sie die beste Entscheidung war. Die beiden erzählen, wie sie zu ihrem Beruf gefunden haben, was sie an der Verbindung von Theorie und Praxis begeistert und warum die Lehre oft unterschätzt wird.

Es geht um spannende Einblicke in die Welt der Mechatronik, um Teamarbeit, Verantwortung und den Stolz, Systeme am Laufen zu halten, die täglich Leben retten helfen. Eine ehrliche Folge über Leidenschaft für Technik, echtes Miteinander im Betrieb und die Überzeugung, dass eine Lehre genauso viel Zukunft hat wie ein Studium.

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00:00:11: Herzlich willkommen zur siebten Folge von Next-App-Lehrer, ein Format der Family-KMB.

00:00:16: Ein Podcast für alle, die gerade ihre berufliche Zukunft planen.

00:00:20: Für Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter wie Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer.

00:00:24: Aber auch für alle, die wissen wollen, wie Ausbildung wirklich abläuft.

00:00:27: Hier bekommst du echte Geschichten, hilfreiche Tipps und spannende Einblicke aus der Praxis.

00:00:37: Bei mir heute zu Gast, Marco im dritten Lehrjahr als Mechatroniker mit der Modul Medizingeräte Technik und David auch im dritten Lehrjahr mit der Modul Automatisierungstechnik.

00:00:47: Wie die beiden so leeregekommen sind, warum sie genau diesen Lehrberuf ausgewählt haben und was man wirklich mitbringen muss, wenn man diesen Weg einschlägt, genau darum geht es heute.

00:00:56: Hallo ihr beiden.

00:00:57: Hallo.

00:00:57: Hi.

00:00:58: Hi, was meinst denn ihr?

00:00:59: Hat die Lehre heute noch den Stellenwert, den sie auch verdient?

00:01:03: Man hört von Freunden, von Hier Kollegen, auch wir haben ja viele Studenten hier im AKH, dass viele Zeit die Studier, also den normalen Schulabschluss und dann die Studier bevorzugen.

00:01:14: Meine Freunde machen zum Beispiel die HDL und sagen danach auch, dass sie studieren gehen wollen.

00:01:19: Ich war einfach damals schon, habe ich in der Schule gemerkt, dass ich einfach viel lieber was handwerklich gleich starten möchte und nicht lernen möchte, dass das einfach nicht meine Stärke ist.

00:01:28: Und ich finde auch, dass heutzutage die Lernen einfach sehr gut ausgebaut sind.

00:01:31: Also man hat die wichtige Theorie dabei.

00:01:35: die man in der Schule lernt, Berufsschule und halt auch in das Handwerkliche, was dann in der Lehre quasi gelernt wird.

00:01:44: Und das ist so eine Kombo, dass man auch einfach ein Geld dafür bekommt und zusätzlich dann den abgeschlossenen Beruf und auch schon ein Fachwissen hat, was man dann im wirklichen Job mitbringen kann.

00:01:56: Mich hast du spätestens jetzt überzeugt mit der Kombination aus Theorie und Praxis.

00:02:00: Es wird gleich bezahlt und man kann handwerklich tätig werden.

00:02:03: Welchen Ruf hat denn die Lehre deiner Meinung nach, David?

00:02:06: Ich kann da, glaube ich, besser sogar was dazu sagen, weil ich war auf einer HTL.

00:02:09: Ich habe diese HTL leider nicht fertig gestellt.

00:02:11: Ich war in der HTL in Mistelwach für Biomedizin und Gesundheitstechnik, also ganz, ganz anderer Bereich.

00:02:16: Aber ich habe mich schon früher immer interessiert für die technische.

00:02:19: Was steckt dahinter wirklich?

00:02:21: Wie funktioniert das Ganze?

00:02:24: Nachdem mir die HDL doch nicht so gefallen hat, sah ich jetzt einmal, habe ich mich dann doch entschieden, eine Lehre zu machen.

00:02:30: Ich bin ja doch schon älter, aber im Endeffekt muss ich sagen, die Lehre, sie wird immer hinunter geredet und die meisten wollen keine Lehre mehr machen, ob sie haben Angst.

00:02:38: Ja, es könnte schlecht sein und so weiter.

00:02:40: Und die Bezahlung, es ist halt niedriger, aber man kriegt trotzdem etwas.

00:02:43: In der Schule bekommt man halt nichts dafür.

00:02:45: Das spricht, ist auch natürlich am Vorteil, um man hat halt diese... wie der Kollege schon erwähnt hat, diese Praxis mit dabei.

00:02:51: Diese Praxis hatten in der Schule nicht.

00:02:52: Man kann noch so gut in der Theorie sein, an der Praxis anwenden ist es immer anders.

00:02:56: Also es kommt nie so, wie man glaubt.

00:02:58: Deshalb sage ich schon, eine Lehre ist sehr, sehr gut, weil bei einem hoch angesehenen Unternehmen sage ich jetzt mal auch wie bei der Farmwelt, man sieht glaube ich jemanden lieber, der eine Lehre gemacht hat und die fertig gemacht hat als einen Schüler, der sozusagen nur Theorie kann.

00:03:13: Weil ihr dann mit beiden daherkommt?

00:03:15: Genau.

00:03:16: Gibt's Dinge, die vielleicht auch andere Leute über euren Beruf sagen, wo ihr sagt, das stimmt vielleicht gar nicht?

00:03:22: Oder das kann ich jetzt so nicht unterschreiben und das möchte ich hiermit jetzt gerne entstauben, dieses Image.

00:03:27: Aha, es gibt viel.

00:03:27: Also, bei mir zum Beispiel, die Freunde sagen, ich bin ja eigentlich Mechatroniker, aber ein Kollege von mir nennt mich immer, ich bin der Elektriker.

00:03:35: Ja,

00:03:36: was gar nicht stimmt.

00:03:37: Es ist halt immer so, weil wir halt doch... Ne, sozusagen zweifache Lehrer sage ich jetzt mal dazu haben, also wir machen Elektronik, Mechatronik, also eigentlich Mechatroniker, da ist Elektronik mit dabei, aber auch dieses Metall sage ich jetzt mal, am Metallarbeiten.

00:03:50: Und die meisten denken, wir können nur elektrische Sachen oder so und sind im Handwerk nicht so geschickt.

00:03:55: Das ist ein sehr großer Irrglaube, den ich heute noch von meinen Großeltern sogar zu hören bekomme.

00:03:59: Die denken, ich bin Elektriger.

00:04:01: Ja.

00:04:02: Und sonst wird mir jetzt nichts einfallen.

00:04:04: weiter dazu, solche Arbeit glauben.

00:04:06: Ja, viele wissen gar nicht, was das alles beinhaltet, euer Beruf, was ihr eigentlich alles tagtäglich tut.

00:04:12: Ja, bei mir auch, wie gesagt, Mechatroniker gab es damals noch nicht so wirklich, auch jetzt mit der Robotik dazu.

00:04:17: Das ist für meine Großeltern und Verwandte einfach elektriger.

00:04:21: Stimmt so nicht, was die Freunde noch so zum Beruf sagen, ist einfach, dass sie glauben, dass er eintönig langweilig wird, weil wir ja doch hier an einem Punkt sind und ich freu'n, die im Außendienst tätig sind, mit dem Auto herumfahren in ganz Österreich.

00:04:35: Was auch nicht stimmt, weil wir hier extrem viel Abwechslung haben.

00:04:37: Wir haben das Riesengebäude, wir haben Außengeräte, technische Sachen zu reparieren einfach.

00:04:43: Und kommen hier natürlich auch rum und es gibt immer irgendwelche verschiedenen Sachen zu tun hier.

00:04:48: Gab es vielleicht auch Vorurteile, die euch begegnet sind, schon vor der Lehre, wo ihr dann irgendwie kommuniziert habt, das möchte ich gerne machen oder auch jetzt während der Lehre?

00:04:55: Ja, dass man in der Lehre eine schlechtere Ausbildung aus einer Schule bekommt oder dass einfach man nicht... Wenn man eine Lehre macht, dass man nicht so viel weiß oder so in der Art, was aber auch nicht stimmt, weil du als Lehre, wenn du eine Lehre machst, natürlich auch die Matura nebenbei machen kannst und quasi dann mit dem selben Abschluss einfach nur mit der Praxis auch in den Beruf einsteigen kannst.

00:05:19: Was würdet ihr jetzt jemanden sagen, der vielleicht sagt ja eh, also gut und schön, aber die Lehre, wer wähnt dann mein Plan B?

00:05:26: Ich kann ihn nur empfehlen, es ist so, die meisten sagen auch... Ganz alter, ihr glaube, sage ich immer dazu, dass man ohne eine schulische Weiterbildung ist.

00:05:35: Man ist nichts im Leben, so sagen die meisten.

00:05:38: Aber was ich dazu sagen kann, ist, man kann noch so schulisch aufsteigen, Arzt werden und so weiter.

00:05:43: Aber bis du mal diesen Punkt erreicht hast, könnte einer, der die Lehre gemacht haben, genauso aufgeholt haben mit Abendschulen oder sonstiges.

00:05:50: Es muss nicht immer heißen, dass die Lehre schlecht ist, sozusagen.

00:05:53: Man kann in der Lehre selber mit der Unterstützung Vieles erreichen.

00:05:58: Also ich kenne genug Leute, die genug erreicht haben in der Lehre, die jetzt sehr hoch in ihrem Unternehmen sind und so weiter.

00:06:04: Also ich würde ihm die Lehre mehr ans Herzen legen, als er studiert, seien halbes Leben lang und steigt dann halt ein, hat zwar ein gutes Gehalt, aber hat sehr viel Lebenszeit verschwendet, sag ich jetzt mal dazu.

00:06:15: Ja und spätestens auch durch diesen Podcast ist mir zumindest klar geworden, wie viel stillstehen würde auf unserer Welt, wenn es keine Menschen geben, die eine Lehre abschließen, weil einfach ihr glaube ja ganz viele wichtige Räder dort rät in diesem großen Uhrwerk, dass da irgendwie auch alles am Laufen hält, im Endeffekt.

00:06:32: Glaubt ihr, dass die Lehre unterschätzt wird?

00:06:34: Ja, auf jeden Fall.

00:06:35: Also, wenn man die Lehre erfolgreich abschließt mit der Lehrabschlussprüfung und ebenfalls noch der Matura nebenbei, würde ich sagen, ist man auf jeden Fall besser bei Firmen angesehen, als jemand, der studiert hat und keine Berufserfahrung hat.

00:06:49: Das ist halt auch ein großes Problem für Studierende, was sie uns mitteilen.

00:06:53: dass, wenn sie fertig studiert haben, jetzt sage ich mal fünf, sechs, sieben Jahre und dann endlich in den Beruf starten wollen, dass sie dann abgelehnt werden, weil sie, weil die Unternehmen oder die Firmen einfach Berufserfahrung wollen.

00:07:06: Und da kommen wir mit der Lehre natürlich, also werden eher genommen als jemand, der studiert hat jetzt sieben Jahre.

00:07:11: Berufserfahrung von Tag eins weg, die ihr da sammeln konntet, während der Berufsschule und im... im täglichen Tun in eurem Arbeitsalltag.

00:07:21: Jetzt habt ihr schon auch gesagt, oft wissen die Leute gar nicht, was machen wir hier eigentlich.

00:07:25: Es wissen die eigenen Großeltern teilweise nicht, es wissen dann die Freunde gar nicht so genau.

00:07:29: Erklärt es uns das mal.

00:07:30: Was tut ihr?

00:07:31: Was ist konkret euer Arbeitsalltag?

00:07:33: Wie schaut so ein typischer Tag in eurem Beruf aus?

00:07:36: Ich

00:07:36: versuche mich kurz zu halten, was das jetzt angeht.

00:07:38: Aber es ist so, ich bin ja in der Fördertechnik tätig.

00:07:41: Ich mache Automatisierungstechnik und wir haben eigene Anlagen, sag ich jetzt mal dazu.

00:07:44: Also jeder war wahrscheinlich schon einmal in einer Anlage von uns.

00:07:47: Aufzüge beispielsweise Fahrtreppen gehören dazu.

00:07:50: Und es ist so, wir machen Störungsbehebung, Wartung und wir haben aber auch, wir halten eigentlich das AKH sozusagen am Leben mit Verpflegung.

00:07:57: Es gibt Essen wird über uns transportiert, alles möglich wird über uns transportieren und wir sind halt eben, wenn etwas kaputt geht und die Anlage steht, dann müssen wir schauen, dass diese Anlage wieder läuft, egal wie sie läuft.

00:08:08: Hauptsache, sie läuft dann, dass das Aka einmal im Leben bleibt, weil wir sind halt im Vollbetrieb tätig.

00:08:12: Das heißt, wir können jetzt nicht sagen, wir nehmen diese Anlage weg und so.

00:08:17: Die Leute können sie nicht nutzen.

00:08:18: Nein, wir müssen sie während weiterhin die Anlage, läuft auch reparieren, warten oder sonstiges machen, damit das Aka weiter läuft, weil... Sicher, es gibt noch mehr andere Sparten, die auch wichtig sind.

00:08:28: Das will ich gar nicht abstreiten, aber es ist so, dass über uns auch sehr viel läuft und wir müssen dafür sorgen, elektrisch, mechanisch und sonstiges, dass die Anlage wirklich läuft.

00:08:38: Ja, das ist wahrscheinlich auch das Besondere, diesen Beruf im Krankenhaus zu lernen.

00:08:42: Marco, nimm uns gerne mal mit.

00:08:43: in einen Arbeitstag von dir.

00:08:45: Wann geht's los und was tust du da konkret?

00:08:47: Ja, also das Positiv ist im Fall, dass wir keine fixen Beginnzeiten haben.

00:08:53: Wir könnten, also ich starte immer um sechs, dreißig.

00:08:56: Das ist die früheste mögliche Zeit, um zu starten.

00:08:58: Ich habe auch einen Arbeitsplatz, ein Schreibtisch mit Werkbank und gehe einfach durch die ganzen E-Mails am Tag und ich bin auch nicht bei einer fixen Ausbildungsperson.

00:09:10: Das heißt, ich gehe erst mal in der Runde und frag meine Kollegen, braucht sich Hilfe, ob sie was zu tun und meistens meldet sich dann jemand, bei dem ich mitgehen kann.

00:09:18: Das ist auch das Problem bei meiner Lehre, da am Anfang kann ich nicht wirklich viel an den Geräten selbst machen, weil mir einfach die Ausbildung noch nicht, also weil mir das einfach fehlt, weil es hier sehr viele Gesetze gibt, sag ich mal, was die Hygiene angeht und wir haben das alle sehr streng protokolliert.

00:09:37: Und ja, wir müssen das streng beobachten, auch wenn nicht wirklich was am Gerät.

00:09:42: durchführe, dann ist doch die Ausbildungsperson nebenbei und kontrolliert das natürlich dann auch dreimal nach, ob das passt, was ich da gemacht habe und ja genau.

00:09:52: Ich kümmere mich auch um so Praktikumsprojekte quasi, wenn wir auch die Töchter Tage haben, dass wir da kleine Projekte haben und auch kleine Modelle, dass ich da die mechanisch vorbereite, sind es Metallplatten oder elektrische Sachen, ja und das kümmere ich mich eigentlich zurzeit.

00:10:10: Jetzt bist du im dritten Lehrjahr und hast gesagt, gerade am Anfang war es vielleicht eher weniger der Fall, dass du jetzt irgendwie gleich direkt wo mit anpacken konntest, weil halt einfach auch viele Dinge es gab, die du noch gar nicht in der Art und Weise verinnerlichen konntest oder noch gar nicht wusstest.

00:10:23: Wenn du jetzt zurückblickst, gab es vielleicht ein Projekt oder einen Auftrag, der dir besonders viel Freude bereitet hat, wo du dann schon richtig ins Tun gekommen bist.

00:10:32: Ja, das war die erste Aufgabe, die ich bekommen habe von einem älteren Kollegen von uns.

00:10:36: Der hat sich am Anfang relativ gut um mich gekümmert und auch geschaut, dass ich immer was zu tun habe.

00:10:40: Das sind kleine Metallstücke gewesen, weil gerade am Anfang der mechatronischen Ausbildung geht es um das Metall, ums Bohren, ums Schleif, ums Fallen.

00:10:51: Da hatte ich einfach die Möglichkeit, dass ich für ihn der Teile anfertigen konnte.

00:10:56: Da bin ich wirklich fünf Wochen gestandt und habe die Teile angefertigt.

00:11:02: zeigen, was ich konnte, was ich gelernt habe, was ich gerne mache und dass wir wirklich so schön so wissen, dass ich was tue, was auch wirklich sinnvoll ist und jemanden hilft quasi.

00:11:12: Was auch den großen Unterschied darstellt zwischen der Theorie und der Praxis, dass man sieht, man macht da jetzt was, was tatsächlich auch bestand hat und was man dann am Ende des Tages auch beurteilen kann, gut, das ist jetzt mein Ergebnis von dem, was ich hier getan habe.

00:11:24: David, du kennst auch die andere Seite, du warst in der HTL und du kennst auch die Berufsschule, genauso wie du.

00:11:29: Marco, jetzt gibt es wahrscheinlich Dinge, die in der Praxis viel spannender sind als in der Theorie.

00:11:34: Was wäre das für dich?

00:11:35: In der Praxis, da gibt es relativ viel, muss ich ehrlich sagen, weil man lernt in der Praxis beispielsweise wie, wir haben es so so gehabt, ich rede es von der HTL beispielsweise, wir haben eine Schaltung aufgebaut und ja, es hat halt funktioniert, wir hatten halt wie ein Baukasten und eine einmal-eins Anleitung.

00:11:53: Und in der Praxis ist das aber so, man muss selber einen Weg finden, man hat keine richtige Anleitung, man hat Pläne, da muss man schauen, wie was funktioniert wirklich.

00:12:01: Man kann zwar schon herausfinden, wie es funktioniert, aber man hat nicht mal nach Zahlen vorgegeben, wie es wirklich funktioniert.

00:12:08: Das ist halt doch anders, weil man selber drauf kommen muss und dadurch erweitert man natürlich sein Horizont und lernt vieles Neues dazu, was man halt so nicht hat, weil es so in der Schule lernt.

00:12:18: Man lernt natürlich was, ich will jetzt nicht sagen nichts, aber es ist so, man arbeitet eigentlich immer noch im Protokoll und das ist auch das, was wir vorher eben auch erwähnt haben.

00:12:26: Wenn man von der Schule dann in die Arbeitswelt kommt, dann hat man halt dieses Protokoll nicht mehr sozusagen vorgelegt und das fehlt einander.

00:12:32: Das hat man halt in der Lehre doch, weil man rennt viel mit, man sieht wie Ältere machen, man rennt auch mit Jüngeren herum oder so und jeder macht es natürlich anders, aber man sieht viele Sichtweisen.

00:12:42: Das hat man halt in der Schule nicht, weil da geht man einem Arbeitsblatt nach und das war es dann.

00:12:47: Jetzt arbeitet ihr mit ganz vielen verschiedenen Menschen zusammen.

00:12:50: Ihr begleitet auch viele in ihrem Alltag.

00:12:52: Was macht denn für euch eine gute Zusammenarbeit aus?

00:12:56: Also eine gute Zusammenarbeit.

00:12:58: Wir sind zwar Lehrlinge, ja, aber man muss es uns nicht spüren lassen, finde ich.

00:13:02: Das sehe ich so aus meiner Sicht, weil ich finde es... Nicht so richtig gut, sag ich jetzt mal, und für das Arbeitsklima nicht gut, wenn man immer merken lässt, ich stehe über die, ich bin was Besseres, das braucht man nicht.

00:13:14: Deshalb bin ich froh, dass ich so gute Arbeitskollegen habe, die sehen mich als ein normaler Mensch.

00:13:19: Natürlich, sie müssen sich auch an die Gesetze halten, sie dürfen mich auch nicht alles machen lassen, aber sie geben mir auch das Vertrauen, dass ich nicht, sag ich jetzt mal, dumm bin und dass ich auch einige Sachen alleine machen kann.

00:13:29: Und genau das braucht es eben für ein gutes Arbeitsklima, finde ich.

00:13:33: Also das muss dabei sein.

00:13:35: Ja, das ist das Richtige.

00:13:37: Eigentlich

00:13:38: habe ich das gesagt.

00:13:40: Das ist ein gutes Rezept für ein gutes Miteinander, auch bei euch im Betrieb.

00:13:45: Arbeitet ihr auch miteinander zusammen?

00:13:47: Jetzt seid ihr beide im dritten Lehrjahr, habt ihr aber unterschiedliche Schwerpunktsetzungen, unterschiedliche Module?

00:13:52: Also so wirklich zusammenarbeiten eher nicht, sag ich mal.

00:13:56: Wir treffen uns auch auf den Lehrlingshausflügen, aber sonst sehen wir uns auch relativ wenig, würde ich sagen.

00:14:02: da das AKH auch einfach groß ist und ich auch viel in der Werkstatt unten bin.

00:14:06: Nicht wirklich viel Aufsteuerung im AKH tätig bin.

00:14:11: Also ich würde sagen, dass wir eher weniger zusammenarbeiten.

00:14:14: Aber man sieht sich ab und zu.

00:14:17: Was wahrscheinlich auch durch die Module begründet ist, jetzt hast du dich für Medizingeräte-Technik entschieden.

00:14:22: Von Anfang an oder war das dann im Laufe der Lehre, dass du die Möglichkeit bekommen hast, dich zu spezialisieren?

00:14:27: Also von Anfang an war es eigentlich dabei, bei Mechatroniker.

00:14:30: Aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich das eigentlich übersehen habe, dass das im AKH hier bei der Warmhütte ist.

00:14:38: Wollte auch anfangs wegen familiären Gründen zu Siemens.

00:14:41: Hab dann aber die Zusage von Warmhütte schneller bekommen und war auch begeistert nach dem ersten Gespräch hier und hab dann eigentlich gar nicht mehr auf die Antwort von Siemens gewartet.

00:14:51: Bin gleich zu Warmhütte gegangen und war begeistert.

00:14:55: Da ist dann im Laufe dieser Eingangsphase ans Licht gekommen, dass das auch mehr auf die Medizingeräte bezogen ist.

00:15:02: Das halbe Jahr.

00:15:02: Wir haben eine dreieinhalbjährige Lehre.

00:15:04: Und das letzte halbe Jahr ist quasi die Intensive.

00:15:08: Da bekommt man intensiver gelernt, was Medizingeräte sind und wie man damit umgeht und wie man es einfach wartet, repariert.

00:15:14: und ja.

00:15:15: Sprich, das steht jetzt noch bevor, weil jetzt bist du gerade im dritten Lehrjahr.

00:15:19: Das kommt dann noch auf dich zu, genauso wie die Lehrabschussprüfung.

00:15:22: Ja.

00:15:22: Es ist quasi jetzt schon ... Thema, es war immer Thema, weil wir nichts anderes machen als das, aber intensiv wird es im letzten halben Jahr behandelt.

00:15:32: Und bei dir, David, ist es die Automatisierungstechnik?

00:15:36: Ja, aber da kann ich auch direkt, wie beim Kollegen sagen, man merkt es halt erst richtig zum Schluss.

00:15:40: Am Anfang, man sieht zwar schon unsere Anlagen, wie die automatisiert laufen, alles drum und da, weil man versteht halt den Hintergrund dahinter nicht, bis wir dann in der Berufsschule eben sehr auf SPS eingegangen sind, das ist ja ein, sag ich jetzt mal, sehr viel mit Automatisierungstechnik haben wir in der Berufsschule gemacht.

00:15:57: Und da merkt man halt richtig mal, was dahinter ist.

00:16:00: Also man geht richtig auf diesen Zweig Automatisierungstechnik mal ein.

00:16:03: Das hatte man am Anfang natürlich nicht, weil man muss sich erstmal reinfuchsen, wie, wo, wann, was ist.

00:16:08: Und man fängt natürlich erstmal mit Metall und mit dem Handwerk an und danach geht man immer mehr in die Tiefe, weil umso besser der Stamm ist, sag ich mal, desto besser kann man sich darauf aufbauen, dass man Auch die Automatisierungstechnik, weil das hängt natürlich auch damit zusammen mit der Mechanik, dass man das auch versteht.

00:16:25: Also es ist auch ein Zweig, der erst zum Schluss, sag ich jetzt einmal, weil jetzt da bei mir, ich bin schon im Endspurt natürlich gerade, ist es sehr intensiv.

00:16:36: um dann auch ein gutes Fundament zu haben, um darauf dann aufzubauen.

00:16:40: Also das ist wahrscheinlich in euren beiden Spezialisierungen sehr, sehr wichtig und genau richtig gesetzt auch vom Zeitplan.

00:16:45: Gibt es ein Projekt, auf das du besonders stolz bist, David?

00:16:48: Es gibt eigentlich sogar mehrere Projekte gerade, aber vor kurzem wurden wir darauf angesprochen, dass wir vielleicht ein Projekt realisieren könnten von einem Roboterarm, der sich bewegt mit seinen Fingern und natürlich auch winken kann.

00:17:03: Und dadurch, ich und ein Kollege, wir realisieren das gerade.

00:17:06: über drei D-Druck.

00:17:07: Spannend.

00:17:07: Also wir machen mit drei D-Druck und Angelschnüren und Servomotoren und einem Programm natürlich mit einem Arduino in diesem Fall.

00:17:16: Wollen wir, dass diese Robotern von ganz alleine die Finger auf und zumachen kann, etwas greifen kann sozusagen, auch winken kann per Knopfdruck und als Zusatz, was wir uns auch überlegt haben, ist, dass es über eine Bluetooth App am Handy sogar funktioniert.

00:17:27: Also

00:17:28: ihr seid da echt am Zahn der Zeit.

00:17:30: Gibt es auch dann einen Dreidedrucker im Haus?

00:17:33: Ja, also bei uns in der Werkstatt gibt es einen Dreidedrucker und auch ich glaube drüben bei unserer Tischallerei gibt es auch einen Dreidedrucker und darüber kann man halt es... ist sehr positiv, dass wir den endlich haben, weil wir haben ja längere Jahre darum gebeten, sei ich jetzt nochmal und endlich haben bin.

00:17:47: Und dadurch können auch die Kollegen zum Beispiel von einer Schicht, wenn ein Ersatzteil nicht mehr vorrätig ist, weil unsere Anlagen doch älter sind mit der Zeit und die werden nicht jünger, kann man Ersatzteile, die eigentlich nicht bevorhanden sind, auch nachdrucken.

00:17:58: Und die sind halt, man denkt, das ist halt instabil, weil es plastig ist, aber die halten sehr, sehr viel aus und dadurch können wir auch wirklich Ersatzteile entweder absolut teuer sind oder nicht mehr vorhanden sind, nachdrucken, oder wie wir jetzt eben unsere Roboterhand realisieren.

00:18:11: Ja, bringt riesengroße Vorteile mit sich.

00:18:13: Diese Roboterhand, die ist dann zu Demonstrationszwecken gedacht, oder was ist der konkrete Einsatzzweck?

00:18:19: Also, unsere Ausbildner, sag ich jetzt mal, sind auf uns zugekommen und haben im Gemeinsicht, sie würden gerne etwas präsentieren, was so ein bisschen unsere Firma herzeigt, was wir eigentlich realisieren können, indem man dass alles gelernt hat.

00:18:33: Und es ist zu Demonstrationszwecken, um die Frage zu beantworten.

00:18:37: Aber man schaut einmal, was wir noch alles realisieren können, wenn wir das schon können.

00:18:41: Ja, um zu zeigen, was auch möglich ist und wozu ihr in der Lage seid.

00:18:43: jetzt nach der Lehre.

00:18:45: Ja.

00:18:46: Damit kommen wir auch schon zum Ende unseres Podcasts.

00:18:49: Es gibt aber für euch wie immer für alle Lehrlinge, die bei uns hier im Podcast sitzen, drei Fragen zum Schluss, die wir euch gerne stellen möchten.

00:18:57: Die erste wäre, ob es einen Moment gab, wo ihr gemerkt habt, die Lehre hier, das ist genau euer Ding.

00:19:04: Ja, eigentlich direkt am Anfang.

00:19:06: Ich habe gemerkt, dass Arbeitsklima von meinen Mitarbeitern jetzt, von den Arbeitskollegen ist einfach, man versteht sich gut, man schaut aufeinander.

00:19:14: und sobald man dann ins Haus kommt, man ist sehr sozial hier, man versteht sich mit dem Fachpersonal im AKH gut und es ist einfach.

00:19:22: das Arbeitsklima, was ihr heißt, ist einfach nicht vergleichbar zu anderen Firmen, sage ich jetzt mal.

00:19:27: Also das Gefühl war von Tag eins da, dass du wusstest, das ist es, da fühle ich mich wohl.

00:19:32: Ja, ich kann mit den Kollegen anschließen auf jeden Fall, also bei mir war es so, ich war zuerst hier schnuppern und mal anzuschauen, alles.

00:19:40: Da war es aber so, als wäre ich direkt ein vollwertiges Mitglieder.

00:19:42: Also ich wurde direkt mitgenommen und im Barm empfangen, sage ich jetzt mal dazu, mit Kollegen sogar schon private Treffen, alles drum und dran, wie in einer richtigen Familie eigentlich.

00:19:51: Also das Arbeitsklima ist sehr, sehr gut hier.

00:19:54: Und man kann auch von jedem was haben.

00:19:55: Ich spreche jetzt einmal aus meiner HTL-Zeit, da hatte ich auch natürlich Praktikums, die musste ich machen.

00:20:01: Und ich sage jetzt mal, das Arbeitsklinema in anderen Firmen ist nicht vergleichbar mit unserem, weil hier ist es wirklich, wenn man etwas braucht, jeder steht dafür einen ein.

00:20:09: Also es ist nicht so, dass man zurückgelassen wird auf der Strecke, man wird wirklich mitgenommen, egal wie schwer es auch ist.

00:20:15: Frage Nummer zwei, die zielt ein bisschen darauf ab, was ihr gerade gesagt habt, nämlich zum Start gleich zu deinem Schnuppertag.

00:20:21: Habt ihr Tipps für einen gelungenen Start oder vielleicht auch Dinge, die ihr ganz zu Beginn gerne gewusst hättet?

00:20:27: Ja, dass man mit wenig Angst hineingeht.

00:20:32: Das ist jetzt nicht eine Entscheidung fürs Leben, dass man für immer tun muss.

00:20:35: Das war bei mir so ein Punkt, so wenn ich das jetzt mach, muss ich das dann mein Leben lang machen.

00:20:40: Das war so ein Punkt, dass man einfach ehrlich reingeht und nicht sich verstellt wird.

00:20:44: Bewerber, die haben sich da diese Firmen-Sache einfach durchgelesen und dann sich auswendig gelernt und quasi dann wiedergegeben.

00:20:53: Das war auch so ein Punkt, wo ich gesagt habe, das mache ich nicht.

00:20:55: Ich erzähle, was ich gemacht habe, wie meine Laufbahn ist, egal ob man einen Schulabgebrochen hat, egal ob man einen Jahr wiederholt hat.

00:21:03: Einfach mit Ehrlichkeit reingehen und das sehen die Leute hier auch und wird besser beweitet als jemand, der hier mit dem perfekten, auswendig gelernten Skript quasi.

00:21:14: Reinkommt.

00:21:15: Man möchte auch, dass sich die im Endeffekt für einen Selbstentscheiden und für alles, was einem ausmacht.

00:21:19: Was wäre dein Tipp, David?

00:21:21: Wie der Kollege auch gesagt hat, eben nicht verstellen, ehrlich sein, aber was auch ein guter Tipp ist, ist eben Interesse zeigen.

00:21:27: Es gibt manchmal auch Kandidaten, die ich schon mitbekommen habe, die kommen halt mit einem dementsprechend dessen Interesse schon rein.

00:21:33: Da merkt man, der Wilder ist eigentlich gar nicht.

00:21:36: Der macht das, weil das muss oder sonstiges, aber man muss einfach Interesse zeigen.

00:21:42: Ich zum Beispiel habe mich auch für den Job entschieden, nicht weil ich es muss, sondern weil es mich wirklich interessiert, weil ich wissen will, was ist, steckt dahinter.

00:21:48: und genau dieses Interesse, wenn jemand sich wirklich dafür interessiert, sollte man das auch zeigen, natürlich Nachfragen, Fragen kostet nichts.

00:21:56: Und eben, was der Kollege gesagt hat, die Ehrlichkeit ist sehr, sehr wichtig.

00:21:59: Also dieses Verstellen braucht man nicht, sondern einfach, wenn man etwas nicht weiß, es ist ja nicht schade drum, man bildet sich immer weiter.

00:22:05: Man kann nicht alles wissen.

00:22:07: Wir kommen damit zur dritten und zur letzten Frage.

00:22:09: Welche drei Worte beschreiben euren Lehrberuf am besten?

00:22:13: Ich würde auf jeden Fall sagen sozial, abwechslungsreich.

00:22:16: Das ist wahrscheinlich ein Wort, das hier öfter gewählt wird.

00:22:20: Und spannend, man lernt immer neue Sachen dazu.

00:22:23: Also spannend, sozial und abwechslungsreich, würde ich sagen.

00:22:29: Bei mir ist es auf jeden Fall lehrreich, weil man lernt sehr, sehr viel Neues überhaupt auf der Anlage.

00:22:34: Natürlich, man lernt in jeder Lehre was Neues, aber es ist halt sehr viel, was man außen nicht sieht, weil einzige Anlagen oder Geräte oder sonstiges sind einzigartig hier bei uns.

00:22:43: Was ich auch eben noch sagen kann, ist, Hauptsache, dass wirklich ein Wort ist.

00:22:47: Es ist halt gutes Arbeitsklima oder es ist wie in einer Familie, muss ich

00:22:53: dazu sagen.

00:22:54: Also, finde ich auch, ist ein sehr gutes Wort.

00:22:57: ist kundennah.

00:22:58: Also wir arbeiten sehr, sehr nah mit Kunden bei uns jetzt in dem Fall.

00:23:02: Wir müssen natürlich auch Gespräche von uns, es ist sehr kundennah und natürlich sozial dadurch.

00:23:07: Ja, damit sind wir auch schon am Ende dieser Folge von Nächste Pläre, dem Podcast der Farm mit KMB.

00:23:11: Schön, dass ihr dabei wart und danke fürs Zuhören.

00:23:25: Dieser Podcast wurde produziert von WePod it.

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