#5 Mit Verantwortung und Feingefühl: Kenneth & Alexander über ihre Lehre als Bodenleger
Shownotes
In dieser Episode von NextStepLehre dem Podcast der V-KMB sprechen Kenneth, frisch ausgelernt und Alexander, Bodenleger im dritten Lehrjahr, über ihren Weg in die Lehre und ihren Arbeitsalltag zwischen Baustelle, Berufsschule und Teamarbeit. Sie erzählen, wie sie ihren Beruf gefunden haben, was sie an der Arbeit mit verschiedenen Bodenbelägen und Beschichtungen begeistert und warum ein gutes Team das A und O ist.
Außerdem verraten sie, welche Herausforderungen sie am Anfang gemeistert haben, welche Fehler sie weitergebracht haben und was für sie das Wichtigste in der Ausbildung ist: Spaß, Verantwortung und Zusammenhalt.
Transkript anzeigen
00:00:12: Herzlich willkommen zur sechsten Folge von Next Step Lehre.
00:00:15: Ein Format der Fahne KMB.
00:00:17: Ein Podcast für alle, die gerade ihre berufliche Zukunft planen.
00:00:20: Für Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, die Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer.
00:00:24: Aber auch für alle, die wissen wollen, wie Ausbildung wirklich abläuft.
00:00:28: Hier bekommst du echte Geschichten, hilfreiche Tipps und spannende Einblicke aus der Praxis.
00:00:37: Bei mir heute zu Gast Alexander im dritten Lehrjahr im Lehrberuf Bodenleger und Kenneth, der gerade frisch ausgelernt und die Lehrabschlussprüfung als Bodenleger erfolgreich absolviert hat.
00:00:47: Wie Sie zur Lehre gekommen sind, warum Sie diesen Lehrberuf ausgewählt haben und was man wirklich mitbringen muss, wenn man diesen Weg einschlägt, genau darum geht es heute.
00:00:55: Hallo ihr beiden.
00:00:56: Hallo.
00:00:57: Hi, schön, dass ihr da seid.
00:00:58: Wir machen jetzt eine kurze gemeinsame Zeitreise zurück, ganz zum Start.
00:01:01: Jetzt seid ihr beide schon länger hier.
00:01:04: Kennen, du bist bereits fertig mit der Lehre.
00:01:06: Alexander, du bist im dritten Lehrjahr.
00:01:08: Jetzt hüpfen wir zurück zum Start.
00:01:10: Wie hat denn das Ganze begonnen?
00:01:11: Wie habt ihr euren Lehrberuf gefunden?
00:01:13: Und was hat euch vielleicht auch dabei geholfen?
00:01:15: Also, ich wollte schon immer eigentlich was Handwerks machen, weil ich hauptsächlich meine Familie aus dem Burgeln, von meiner Mutter die Seite und ... Es sind eigentlich alles Handwerker, Arbeiten bei Paar, Zimmerer und so.
00:01:27: Und ihn hat es mich interessiert und dann wollte ich auch ihn jetzt machen.
00:01:30: Und dann habe ich ja gesehen, Boden liegt.
00:01:31: Okay, das ist interessant.
00:01:32: Habe ich es mir angeschaut und es hat mir halt gefallen.
00:01:35: Also halt, was man genau alles macht, Boden zu legen und so.
00:01:39: Das macht schon viel Spaß und ist auch abwechslungsreich.
00:01:43: Schon als Kind gesehen, wie schön es ist, auch mit den eigenen Händen zu arbeiten, also was Handwerkliches einzuschlagen.
00:01:48: Alexander, wie war das bei dir?
00:01:49: Was hat dich für den Lehrberuf begeistert?
00:01:51: Ja, hallo.
00:01:52: Ich war schon als kleines Kind immer so für einen handwerklichen Beruf begeistert und fasziniert.
00:01:59: Nach meinem Schulabschluss habe ich, zwanzig, dreinzwanzig, habe ich die Lehre angefangen als Bohnleger.
00:02:05: Es ist abwechslungsreich.
00:02:08: Man übt sehr viel über den Beruf.
00:02:10: Er macht sehr viel Spaß.
00:02:12: Also das Arbeitsklima ist super, die Berufsschule ist auch super, hin und wieder ein paar Mal anstrengend, aber so wie jeder Schule.
00:02:23: Start in die Lehre, Berufsschule, Arbeitsklima, das war schon ganz viel erwähnt.
00:02:26: Zudem werden wir alles noch kommen.
00:02:28: Vielleicht noch mal kurz zurück zu eurem Interesse fürs Handwerk.
00:02:32: Das ja bei euch beiden von Anfang an irgendwie da war vielleicht auch von Kind auf.
00:02:36: War euch aber auch früh schon bewusst, was ihr konkret machen möchtet, also Bodenleger zum Beispiel?
00:02:40: Oder habt ihr da auch verschiedene Dinge ausprobiert oder angedacht?
00:02:44: Eigentlich nicht.
00:02:45: Das war spontan somit.
00:02:47: Ich hab einfach so nach einer Lehre gesucht und dann... Da hatte ich mich beworben und die Farbe hat mir zugesagt.
00:02:56: Dann war ich beim Vorstellungsgespräch.
00:02:59: Und dann war ich halt, ja, dann habe ich die Lehre.
00:03:04: Jetzt sagst du, du warst beim Vorstellungsgespräch, hat es vielleicht auch eine Art Schnuppertal gegeben oder Praktikum oder hat es bei dir dann direkt gestartet?
00:03:11: Also es gibt dann die Probezeit halten, aber es hat eigentlich direkt gestartet.
00:03:15: Also beim Vorstellungsgespräch hatte man dann so einen Bodenbelag und die musste man halt auch vor dem Herading oder unseren Vorgesetzten schneiden.
00:03:24: Ah, tatsächlich.
00:03:25: Ja, schon beim Vorstellungsgespräch.
00:03:28: Interessant, weil, woher das schon können, wenn man es noch nicht gemacht hat.
00:03:32: Wie habt ihr euch da angestellt?
00:03:33: Eigentlich eh gut.
00:03:35: Muss so sein.
00:03:36: Also er hat es vorgezeigt und ich habe es nachgemacht und es hat schon ... Ich hab mir Spaß gemacht, von uns zu scheiden.
00:03:43: Schön, wenn dir damals schon bewusst war oder du schon gemerkt hast, das macht grad Spaß, was ich hier machen darf.
00:03:49: Das sind die besten Voraussetzungen, wenn man sich bei einem Beruf entscheidet und dann vielleicht auch von Beginn weg merkt, das ist es, dass ich mich hier entscheide.
00:03:57: Man sollte sich immer einen Beruf suchen, wo man Spaß auch dran hat.
00:04:01: Und nach einer Zeit, denke ich, ist es nicht so gut, so wie man es sagt.
00:04:07: Ja.
00:04:07: Das muss schon auf Dauer wär auch schön, wenn das passt und wenn man sich einfach wohlfühlt.
00:04:11: Hattest du ein Vorstellungsgespräch, Alexander, wahrscheinlich auch ein ähnlicher Prozess?
00:04:15: Ja, also ich hatte ein Vorstellungsgespräch.
00:04:20: Wie ich angefangen hab, ich war beim AMS, hab halt nach Lehrstellen gesucht, hab verschiedene Lehrstellen gesucht und hab ich dann ein Attraktikum gemacht.
00:04:33: Ich habe mindestens vier Praktika gemacht.
00:04:36: Verschiedenes angeschaut auch.
00:04:37: Verschiedene Bereiche.
00:04:38: Ja, also es war eher so elektro oder installatörmäßig.
00:04:46: Aber es hat mich dann halt nicht gefallen mit Strom und so weiter was zu handieren und so.
00:04:52: Ja, dann bin ich zum Bodenleger gekommen.
00:04:56: Dann habe ich kurz einmal ein Vorstellungsgespräch beim Herrn Rattlinger und beim Vorgesetzten gehabt.
00:05:06: Haben sie mir auch gezeigt, wie man Belag schneidet und wie man das Messer richtig hält.
00:05:12: Dann habe ich auch mal kurz was geschnitten.
00:05:16: Und an dem selben Tag hatte ich das Vorstellungsgespräch bei mir in der Früh.
00:05:21: Am selben Tag hatte ich noch ein anderes Vorstellungsgespräch und, wie ich dann beim anderen Vorstellungsgespräch vor kurz davor, hat mich dann die Julianne kurz angerufen und hat gesagt, dass sie mich annehmen würden.
00:05:38: Ah ja, hat das aus schon vor dem nächsten Vorstellungsgespräch gewusst, da wäre jetzt eine Möglichkeit, da könnte ich direkt starten.
00:05:44: Ja, und seitdem, also da war ich noch in der Schulzeit, also Ende der Schulzeit und Nachdem ist bei mir kurz gar nichts gegangen.
00:05:56: Da war auf einmal die Möglichkeit da und das ging mir auf einmal fast ein bisschen zu schnell.
00:06:01: Ja, ich war quasi überfordert.
00:06:04: Ist auch eine Riesensache nach der Schule, dann direkt sich da irgendwie ins Arbeitsleben zu stürzen und sich zu entscheiden, was möchte ich denn jetzt für den Rest meines Lebens auch machen?
00:06:12: Deswegen, was glaubst du, wie wichtig war es für dich da auch, die vielen Dinge irgendwie dann auch auszuprobieren und dir anzuschauen?
00:06:19: Ja, das schon.
00:06:20: Vor allem es ist... Der Bonnleger ist ein superinteressanter Beruf.
00:06:25: Er macht doch mega Spaß.
00:06:28: Ja, hin und wieder ist es ein bisschen anstrengend, aber das ist bei jedem Beruf.
00:06:32: Das Wichtigste ist, der Beruf soll Spaß machen.
00:06:38: Man muss mit den Vorgesetzten noch gut auskommen, mit den Kollegen auch.
00:06:43: So ist das A und O, dass es halt wichtig darüber ist.
00:06:48: Gibt's was, was dir vielleicht bei der Entscheidung dann gefehlt hat in dem Moment?
00:06:50: Wenn du sagst irgendwie in dem Moment, auf einmal habe ich gar nicht recht gewusst, wie geht's jetzt weiter?
00:06:54: Hätte es was gegeben, was dir geholfen hätte?
00:06:56: Nein, also mir hätte nichts geholfen.
00:07:00: In dem Moment, seit es mal hat mein Hirn abgeschalten, da ist bei mir kurz gar nichts gegangen.
00:07:06: Ja,
00:07:06: da muss man dann eher aufs Bauchgefühl hören in dem Moment.
00:07:09: Gibt's was, was dir speziell geholfen hat oder vielleicht gefehlt hat auch bei der Entscheidung kennert, dich für den Beruf zu entscheiden?
00:07:15: Eigentlich nicht.
00:07:17: Hat es keinen Moment gegeben, wo du irgendwie gezögert hättest.
00:07:20: Du hast gleich gewusst, okay, das mache ich jetzt einfach mal.
00:07:23: Schau es mal einfach mal an.
00:07:24: Ich wollte
00:07:24: direkt rein starten.
00:07:26: Ja.
00:07:26: Aber mir war es so.
00:07:28: Wie sieht denn konkret euer Arbeitsalltag jetzt aus?
00:07:31: als Bodenleger?
00:07:32: Wie kann man sich so einen typischen Tag in eurem Leben vorstellen?
00:07:36: Also man steht ganz normal halt auf.
00:07:39: Um sechs Uhr, drei Uhr, fangen wir an zu arbeiten.
00:07:43: Ja, also Montag arbeiten wir bis fünf zu drei Uhr.
00:07:47: Dienstag bis Donnerstag bis fünfzehn Uhr und Freitag bis zwölfunddreißig.
00:07:53: Also wir werden kurz eingeteilt in der Früh von unserem Vorgesetz mit welchen Kollegen wir mitgehen oder so.
00:08:01: Ja, dann kommen wir quasi runter in unser Lager kurz, richten alles her, was wir für die Baustelle brauchen.
00:08:07: Ja, und nachdem wir das haben, gehen wir gleich sofort zur Baustelle hin, richten alles her.
00:08:14: soweit bis halt fertig ist und dann fangen wir halt an zu arbeiten.
00:08:20: Ja, es gibt halt hin und wieder kurz einmal ein paar Pausen, damit man sich nicht so sehr...
00:08:29: Damit es nicht zu anstrengend
00:08:30: ist.
00:08:30: Ja, damit es nicht so anstrengend ist.
00:08:34: Ja, aber es macht trotzdem Spaß, auch wenn man mal nicht mit dem... wie ein besseren Fuß in der Früh aufgestanden ist.
00:08:42: Wenn man es jetzt versucht runterzubrechen, also quasi ihr Verlegtsboden, das würde sich mal implizieren, der Begriff alle Arten von Böden, also von jetzt Laminatpaket, Fliesen, angefangen oder was kann ich mal konkret darunter vorstellen?
00:08:57: Also bei uns hat sich, wir verlegen Karchuk.
00:09:01: Also eigentlich ist es immer ein Courageau.
00:09:05: Wir verlegen kein Paket, kein Linol eigentlich, weil deswegen den Brandvorschriften dürfen wir den nicht verlegen.
00:09:13: Aber es gibt Paar Ausnahmen, zum Beispiel ein Paketboden oder so.
00:09:17: Und Beschichtungen machen wir auch, das auch.
00:09:21: Also mir, hauptsächlich, gefällt Beschichtung mehr als vor dem Belag.
00:09:25: Das wäre jetzt gerade mein nächster Tag gewesen.
00:09:28: Was ist da, was du spannendste an der Sache?
00:09:31: Einfach
00:09:32: zum Beispiel, wir kommen auf die Baustelle, dann schlafen wir erstmal den Untergrund und bereiten alles vor und es macht mir einfach Spaß, die Beschichtung aufzutragen.
00:09:43: Auch Kautschung natürlich, aber immer so Beschichtungtyp.
00:09:48: Ich verstehe, jetzt hast du schon erwähnt, ihr habt es ja auch besondere Rahmenbedienungen, weil ihr im Krankenhaus arbeitet.
00:09:53: Sprich, jetzt sind auch ganz andere Dinge, auf die man vielleicht achten muss.
00:09:57: Gab es da spezielle Herausforderungen, die vielleicht gerade auch am Anfang erlebt habt oder so ganz generell jetzt frisch im Beruf zu stehen nach der Schule, wo ihr gemerkt habt, es ist jetzt was, mit dem ich mich da als erst mal zurechtfinden muss, weil es ganz neu ist und ganz anders ist.
00:10:13: Also, ja, natürlich, wenn man jetzt frisch die Lehre startet und frisch im Beruf ist, natürlich ist es immer, man kennt sich nicht aus oder so, es ist kompliziert.
00:10:26: Ja, aber die Kollegen, sie sagen es auch ausführlich, also dass man es dann merken kann und so.
00:10:35: Also es ist auch leicht zu merken, weil es einmal auch hin und wieder gibt es ein paar Stellen, wo man sich nicht sofort merken kann.
00:10:42: Beschichtung ist leicht, also aus meiner Sicht.
00:10:47: Man braucht aber trotzdem ein bisschen Erfahrung und so weiter, wie in jedem Beruf.
00:10:52: Ja.
00:10:52: Ja, man lernt halt dann auch jeden Tag was Neues wahrscheinlich dazu.
00:10:55: Also auch so im Arbeitsalltag.
00:10:57: Man ist ja dann nicht alleine auf der Baustelle, sondern da sind ganz, ganz viele aus dem Team auch die entsprechenden Erfahrungen mitbringen, die einem dann auch Dinge erklären.
00:11:04: Was glaubt ihr, wo lernt ihr am meisten?
00:11:06: Da wirklich auch in der Zusammenarbeit mit anderen Kolleginnen und Kollegen?
00:11:10: Oder ist es die Berufsschule, die euch da irgendwie am meisten weiterbringt?
00:11:15: Was wär so eure Einschätzung, diesbezüglich?
00:11:18: Ich würde sagen, beides.
00:11:19: Weil in der Berufsschule lernst du halt auch von einem sehr guten Lehrer.
00:11:25: Und das ist halt der Dobianer gewesen.
00:11:27: Und den kennt eigentlich jeder Bodenleger und er hat halt immer schon gut alles vorgezeigt.
00:11:33: Wir haben es nachgemacht, dann merkt man sich auch als Schneller.
00:11:36: Und auf der Baustelle ist auch so, wir haben wirklich sehr gute Kollegen.
00:11:39: Eigentlich habe ich mich immer mit jedem verstanden.
00:11:41: Sie sind wirklich sehr nette Leute.
00:11:45: Ja, von denen lernt man auch sehr, sehr viele auf der Baustelle, die zeigen halt was vor und sagen, nein, das gehört so nicht.
00:11:50: Natürlich macht man auch Fehler auf der Baustelle und so, aber die versuchen halt, dich auszubessern, dann machst du es halt nächstes Mal besser.
00:11:58: Wahrscheinlich ist es gerade die Kombination, wie du schon meintest, aus der Theorie, die du in der Berufsschule hörst und lernst, aus den Dingen, die du dort ausprobieren darfst und dann aus der Praxis auf der Baustelle.
00:12:09: Was glaubt ihr, lernt man aber dann vielleicht nur in der Berufsschule, was man dann im Betrieb vielleicht gar nicht so sehen würde, aber dann einen großen Vorteil mit sich bringt im Arbeitsalltag?
00:12:18: Gibt es da Dinge, wo ihr sagt, da kann ich täglich darauf zurückgreifen?
00:12:22: Also ich sage es mal mit gleichaltrigen Schülern.
00:12:26: von anderen Firmen in Kontakt treten.
00:12:32: Ich sag jetzt mal, wir machen nur was mit Kautschuk und das andere machen nur was mit Linoleum, was wir in der Berufsschule schon lernen, aber halt in der Praxis sonst halt nicht machen in der Firma.
00:12:48: Aber es ist trotzdem, man kann sich, also man gewöhnt sich auch an die anderen Lehrlinger auch und so weiter, also an die Schulkollegen.
00:12:59: Es ist auch der Austausch mit denen wahrscheinlich, weil die dann andere Perspektiven reinbringen und ganz andere Dinge erzählen, als ihr sie vielleicht kennt.
00:13:06: Und da lernen wir dann auch ganz viel Neues kennen, irgendwie vielleicht auch.
00:13:10: Ja.
00:13:11: Im Betrieb, wer wäre so?
00:13:13: die Person oder die Personengruppen, mit denen ihr am meisten zusammenarbeitet?
00:13:17: Bei uns verschienen halt.
00:13:19: Es wird immer eingeteilt in der Früh und man ist eigentlich mit jedem sozusagen, einmal bin ich mit.
00:13:25: dem Facharbeiter, mit dem Kollegen, mit dem.
00:13:28: Ja, also es wird immer
00:13:29: durchgemischt.
00:13:30: Es wird immer durchgemischt, eigentlich.
00:13:31: Es ist nie so fix, es gibt nie so ein Team oder so ein richtiges Team, so was immer zusammen ist, das gibt es nicht bei uns.
00:13:37: Ja, aber auch was Schönes, weil dann hat man immer andere Perspektiven auch und andere Menschen, die man dann kennenlernen kann.
00:13:43: Aber wahrscheinlich dann doch auch ein großes Team, so dass man aber irgendwann alle kennt.
00:13:48: oder ist es schon so, dass man jetzt aus deiner Position gesprochen kenne, jetzt bist du schon fertig mit der Lehre, alle kennst.
00:13:55: Ja, ich kenne jeden.
00:13:57: Also wirklich, von allen Kollegen auch vom Privatleben ist immer, wie reden ist das und wir verstehen uns halt auch wirklich gut und unser Team ist wirklich super, so zu sagen.
00:14:09: Das ist auch das Wichtigste, glaube ich, im Arbeitsumfeld, dass das Team passt und dass man sich da wohl fühlt, weil dann kann auch ganz großes entstehen, wenn man da mit den richtigen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitet.
00:14:19: In euren ersten Monaten, wo ihr ... als Bodenleger tätig geworden seid.
00:14:24: Was waren so die Dinge, die ihr besonders schnell gelernt habt?
00:14:26: Oder die dann euch recht schnell gut von der Hand gegangen sind?
00:14:30: Also, wie ich angefangen habe, das Schnelle, was ich gelernt habe, ist jetzt nichts von der Arbeit her, mäßig jetzt, sondern quasi auf, wo der Ausgang ist und wo man essen kaufen gehen kann.
00:14:47: Das war das, was ich am Anfang ... sofort gewusst habe.
00:14:50: Die täglichen Wege halt, ist ja wichtig.
00:14:54: Also sich mal zurechtzufinden, das ist mal Schritt eins, weil man wo neu beginnt, das ist mal das allerwichtigste, dass man weiß wo ist der Ausgang, wo ist vielleicht doch das WC, wo kann ich mir Äzten kaufen, also so die Basics, um es so zu benennen.
00:15:06: Wenn wir aufs Arbeitstechnische zurückkommen, was wäre so das gewesen, wo du sagst, das war so das erste, was ich irgendwie vielleicht auch verinnerlichen musste, um weiterkommen zu können?
00:15:19: Also das erste Arbeits-Weselige habe ich gelernt von einem Kollegen, wie man ein Sockel quasi biegt.
00:15:28: Also ein doppelsättiges Klebeband auf dem Sockel drauf biegt.
00:15:32: Ja, so anreiben halt, quasi wenn man halt das anreibt.
00:15:36: Anreibhammer ist unser Hammer.
00:15:39: Dann reibt man halt das an, damit der Kleber besser biegt.
00:15:44: Also dass das Sockel halt an der Wand... besser festhält.
00:15:48: Das Erste, was ich auch gelernt habe, ist ordentlich und gescheites Haugen.
00:15:52: Natürlich gab es hin und wieder ein paar Fehler, aber ja, Kollege sagt es halt, man macht sich halt...
00:16:03: Gibt es da vielleicht auch einen Fehler, wo du besonders viele von gelernt hast?
00:16:08: Also mit dem Schlitten zu schnell an die Wand anzukommen und die Blechwand, das...
00:16:18: Das sind dann alle, das hörst dann du und das bleibt dann auch in Erinnerung, das passiert dann nicht mehr so schnell.
00:16:23: Ja.
00:16:24: Aber ist es, was würdest du meinen kennend auch wichtig, vielleicht auch ab und zu mal Fehler zu machen, um da von dann auch lernen zu können?
00:16:31: Ja, aber es kommt darauf an auch was für Fehler, das muss ich so schulden.
00:16:33: Du sollst schon konzentriert arbeiten und schon vorsichtig arbeiten, weil das auch bei uns Bodeln hier noch ganz wichtig ist, dass man auch zum Beispiel den Handschuhe trägt.
00:16:42: Schnitthandschuhe, weil zum Beispiel jetzt du schnellest dich rein.
00:16:46: Das hat mich jetzt wirklich sehr, sehr scharf.
00:16:48: Da muss man wirklich auch passen, weil sonst man schneidet sich wirklich sehr tief rein.
00:16:51: Aber ja.
00:16:53: Also das sind schon Dinge, die man wahrscheinlich auch ganz früh dann lernt und
00:16:56: gesagt kommt.
00:16:58: Immer den Schnitthandschuhe tragen.
00:17:00: Die Grundlagen und aber auch die wichtigen Dinge, was so Arbeitssicherheit angeht, das sind so Dinge, die wahrscheinlich ganz zu Beginn mal im Vordergrund stehen, die bei euch jetzt schon in Fleisch und Blut übergegangen sind, um es sozusagen, weil das einfach ganz wichtige Dinge sind in eurem Arbeitsalltag, die es dazu beachten gilt.
00:17:17: Wir nähern uns jetzt dem Ende unseres Podcasts und wir haben wie immer für alle Lehrlinge, die hier im Podcast zu Gast sind, drei Fragen, die es ganz zum Schluss gibt, die jeder bekommt.
00:17:27: Da wer die erste Obst vielleicht einen Moment gegeben hat.
00:17:29: bei euch, wo ihr gemerkt habt, die Lehre hier, das ist genau mein Ding.
00:17:33: Man muss erst reinkommen mit der Zeit, dann die Kollegen passen sich ja auch an, quasi an uns an und so weiter.
00:17:42: Wir tauschen uns da auch immer aus, also quasi was für ein Problem ist, was es gibt oder wo man sich ein bisschen verbessern kann.
00:17:49: Und genau wenn der Berufsschule halt oder Lehrer halt sagt, wo man sich, was jetzt gescheite ist, wo man sich jetzt verbessern sollte.
00:17:59: oder was man jetzt lernen soll, was halt wichtig dann fürs Leben ist, als Bodenleger dann.
00:18:06: Gibt es halt immer wieder solche Themen, sag ich mal.
00:18:11: Also spannend, das waren also genau die Momente, wo du dann gemerkt hast, okay, da sind jetzt noch, da habe ich jetzt noch potenziell besser zu werden, wo du dann gemerkt hast, das ist es hier genau, hier gehöre ich hin, weil hier habe ich Potenzial auch zu wachsen und ich weiterzuentwickeln.
00:18:25: Ja.
00:18:25: Schöne Perspektive drauf.
00:18:26: Was war's bei dir?
00:18:27: Keine.
00:18:28: Ja, es war circa Ende zweites Lehrjahr.
00:18:34: Also da habe ich ja gesehen, so ja, das Team passt, von der Arbeitszeit passt es auch und auch von der Arbeit her macht es mir Spaß.
00:18:41: und deswegen, ich habe mich da nie schon lange gedacht, ja, der Beruf ist eigentlich ganz toll und jetzt bin ich bodenläge.
00:18:50: Ja, da war dann die Gewissheit da.
00:18:53: Habt ihr vielleicht auch Tipps für einen gelungenen Start in die Lehre oder Dinge, die ihr vielleicht vorab gerne gewusst hättet?
00:18:59: Also ich sag jetzt mal, wenn jetzt ein Arbeitskollege herkommt und sagt, kannst du, da hast du schon mal gesagt oder so was, weißt du wie man gesagt sagt oder so was, dass man jetzt nicht sofort ja sagt, weil man es gleich so vom Haushalt her sich erinnert, das ist jetzt... Es ist immer was anderes, so vom Haushalt her und dann zur Arbeit.
00:19:24: Da habe ich zuerst zum Kollegen gesagt, ja, ich kann eh sagen.
00:19:28: Aber dann hat sich herausgestellt, es war ein bisschen schwerer.
00:19:32: Es ist halt nicht das normale Sorge zum Beispiel zu Hause, sondern es ist wirklich komplett anders.
00:19:37: Es gibt eine eigene Technik und so, wo man den Schlitten... genau so hoch setzen muss, so dass man den Schraub einsorgt.
00:19:44: Das ist nicht so einfach am Anfang.
00:19:45: Also sich auch zu trauen, sich einzugestehen, dass man gewisse Dinge einfach noch nicht kann und sich auch traut, dass man dann Fragen stellt
00:19:52: und nicht einfach sagen, ja, ich schaff das und so, das ist kein Problem.
00:19:56: Einfach zugeben, ja.
00:19:57: Ich tu mir das schwer und dann einfach zugeben und dann bitte Facharbeiter oder je nach Vorgesetzten die zeigen, wie es geht, wie es sich geht und so lernt es doch mehr.
00:20:12: Gibt es drei Worte und das ist auch schon unsere letzte Frage, die euren Lehrberuf am besten beschreiben.
00:20:18: Teamarbeit, Spaß und Verantwortungsbewusst, würde ich sagen.
00:20:26: Ja, so Spaß, was halt wichtig ist, Verantwortung, wenn man jetzt was kurz alleine macht oder so was, dass man halt nicht jetzt Ich weiß nicht, dass es kurz weiß, wo man jetzt sagt, ich kann das jetzt nicht oder sowas, was hin und wieder mal vorkommen kann.
00:20:47: Hin und wieder macht es nichts, aber zu oft schaut es nicht so gut aus.
00:20:54: Das Allerwichtigste ist halt, mit den Kollegen auszukommen, mit den Schulkollegen auch, mit den eigenen Lehrlingen.
00:21:06: vom Beruf Bollinger dann auch.
00:21:09: Und das Allerwichtigste ist von den Vorgesetzten, dass man sich auch gut unterhalten kann.
00:21:16: Vielleicht wäre das Wort dann zwischenmenschliches oder Beziehungsebene, was du gerade suchst, nämlich auch mit allen im Umfeld auszukommen, mit den Kolleginnen und Kollegen, mit den Vorgesetzten, mit den Mitschülerinnen und Schülern.
00:21:27: Das ist wahrscheinlich was ganz Wichtiges, was euch da auch in den drei Jahren begleitet hat.
00:21:32: Ja, damit sind wir auch schon am Ende dieser Folge von Nexte Pläre, dem Podcast der FahmetKMB.
00:21:37: Du willst keine weitere Folge verpassen?
00:21:38: Dann abonnier doch Nexte Pläre auf deiner Lieblingsplattform.
00:21:42: Und wenn du über Spotify zuhörst, klick gerne auf die Glocke.
00:21:45: So wirst du automatisch.
00:21:48: In der nächsten Folge werfen wir einen Blick auf das Thema Ruf der Lehre.
00:21:52: Bleibt dran, wir hören uns bei der nächsten Folge von Nächste Pläre.
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