#1 Tischlerlehre starten: Anton & Theo im Gespräch über Holz, Handwerk und Teamwork

Shownotes

In der ersten Folge von "NextStepLehre" sprechen wir mit Anton und Theo, zwei angehenden Tischlern im zweiten Lehrjahr. Sie erzählen, wie sie zur Tischlerei gefunden haben. Vom familiären Handwerkseinfluss bis zum Branchenwechsel aus der Gastronomie und geben spannende Einblicke in den Bewerbungsprozess, den Arbeitsalltag zwischen Werkstatt und Baustelle sowie den Umgang mit Materialien, die weit über Holz hinausgehen.

Dabei geht es um Herausforderungen am Anfang der Lehre, um Teamwork, Genauigkeit und Wertschätzung im Betrieb, aber auch um Chancen wie ein mögliches Auslandspraktikum während der Lehrzeit. Authentisch und persönlich berichten die beiden, worauf sie schon heute stolz sind und welche Tipps sie für alle haben, die vor dem Start einer Lehre stehen.

Mehr Informationen gibt es unter: https://www.lehrberuf.info/blog/orientierung/die-lehre-bei-vamed-kmb

Transkript anzeigen

00:00:04: Herzlich willkommen zur ersten Folge von Next Step Lehre.

00:00:07: Das neue Format der Fahre mit KNB, ein Podcast für alle, die gerade ihre berufliche Zukunft planen, für Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, wie zum Beispiel Eltern oder auch Lehrerinnen und Lehrer, aber auch für alle, die wissen wollen, wie Ausbildung wirklich abläuft.

00:00:21: Hier bekommst du echte Geschichten, hilfreiche Tipps und spannende Einblicke aus der Praxis.

00:00:27: Bei mir heute zu Gast, Anton und Theo, zwei angehende Tischler, die sich gerade ins zweite Lehrjahr stürzen, wie die überhaupt bei der Farm mit KNB gelandet sind, warum es überhaupt zur Tischlerei gekommen ist und was man wirklich braucht, um da auch diesen Weg einschlagen zu können.

00:00:41: Darum soll es heute gehen.

00:00:42: Schön, dass ihr da seid.

00:00:43: Hallo ihr beiden.

00:00:44: Hallo.

00:00:45: Servus.

00:00:45: Hi.

00:00:46: Ich werde Tischler.

00:00:48: Der Gedanke war wahrscheinlich irgendwann bei euch festgestanden, das ist irgendwie der Weg, in den ich gehen möchte.

00:00:53: Anton, wie war das bei dir?

00:00:54: Wie hast du zum Lehrberuf gefunden?

00:00:55: Was hat dir dabei geholfen?

00:00:57: Bei mir war es tatsächlich eigentlich ein bisschen familiär geprägt.

00:01:01: Mein Opa hat schon immer eine riesengroße Werkstatt gemacht, war Maschinenbauingenieur.

00:01:05: Wir haben immer viel gewerkelt in der Werkstatt bei ihm privat, auch schon, wo ich kleiner war.

00:01:09: Hat mir immer mega viel Spaß gemacht, allgemein im handwerklichen Bereich tätig zu sein.

00:01:14: Und dann lag nah Tischler

00:01:17: geiler Beruf.

00:01:18: viel Arbeit mit verschiedenen Mineralstoffen, Rohstoffen, wie zum Beispiel Holz, was für alle wahrscheinlich am bekanntesten sein sollte.

00:01:26: Deswegen

00:01:26: uneiligend.

00:01:27: Ja, genau.

00:01:29: Und bei mir war es dann nur so, ich komme ursprünglich aus Dresden.

00:01:34: Es liegt in Deutschland im Osten.

00:01:36: Schöne Stadt.

00:01:37: Ich wollte aber raus.

00:01:38: Und Wien war schon immer für mich eine mega geile Stadt zum Leben.

00:01:42: Ich bin schon, wo ich relativ klein war, immer mit Familie hier gewesen.

00:01:45: Und dann habe ich mich einfach mal umgeschaut.

00:01:47: Wie sieht es aus mit Lehrstellen hier?

00:01:48: hat mich beworben und dann hat es glücklicherweise auch geklappt.

00:01:52: Und jetzt lebe ich es seit einem guten Jahr hier in Wien und mache meine Tischlerlehre.

00:01:56: Genau.

00:01:57: Das war ein richtiger Riesenschritt irgendwo auch, weil du das gewohnte Umfeld verlassen hast und dann gesagt hast, ich gehe es jetzt an.

00:02:02: Also ich stelle mich jetzt auch dieser neuen Herausforderung.

00:02:05: Jetzt haben wir schon kurz über die Mineralstoffe, glaube ich, was du es genannt, auch Holz.

00:02:08: Es ist ja nicht nur Holz.

00:02:10: Genau.

00:02:11: Es ist... Hier tatsächlich nicht nur Holz, da wir größtenteils einfach im Gesundheitssektor unterwegs sind.

00:02:17: Sprich, es geht auch viel um Bakterielle, Abwendungen und sonstiges in der Richtung.

00:02:24: Sprich, wir arbeiten schon auch oft mit Holz.

00:02:28: Seien es jetzt bei der medizinischen Universität, wenn wir da die Räume neu ausstatten, jetzt Großprojekte mit vielen Küchen, was da alles auf einen zukommt.

00:02:37: Und gerade auch im Krankenhaus.

00:02:39: findet sich natürlich der Rohstoffholz eher weniger vor.

00:02:42: Ich weiß nicht, alle, die immer im Krankenhaus unterwegs sind, werden das wahrscheinlich

00:02:45: auch

00:02:46: wissen.

00:02:47: Genau, es ist doch etwas steriler.

00:02:49: Und aus diesem Grund beschäftigen wir uns auch mit vielen anderen Mineralstoffen, wie zum Beispiel, was wir am meisten benutzen, ist ein Starrenwerkstoff.

00:02:58: Das ist ein bisschen ein Gemisch aus Stein und

00:03:03: Kunststoffe.

00:03:04: Und Mineralstoffe ist das einfach zusammen gemischt und gepresst.

00:03:07: Genau.

00:03:09: finde ich tatsächlich aber eigentlich ziemlich cool, weil gerade auch in der heutigen Zeit die Welt entwickelt sich weiter.

00:03:14: Holz ist ein cooler Werkstoff, aber gerade hier hat man dann doch auch viel die Chance einfach auch mit anderen Rohstoffen und Materialien zu arbeiten, was natürlich auch für den späteren Verlauf im beruflichen Leben einfach mega cool sein kann, dadurch, dass man halt einfach viel mehr Expertise in viel mehr Aufgabenbereichen halt einfach kriegt und sich da auch einfach viel besser auskennt.

00:03:35: Absolut, das ist halt familiär bedingt, irgendwie und jetzt mit ganz vielen Materialen in Kontakt.

00:03:39: War das bei dir ähnlich?

00:03:40: Theo, hast du schon ganz früh gewusst, was du machen möchtest oder hast du verschiedene Dinge ausgelöst?

00:03:43: Ganz früh

00:03:43: nicht.

00:03:44: Ich bin tatsächlich ein Branchenwechsel.

00:03:46: Ich habe in der Gastro begonnen, war da auf einer Hotelfachschule, habe das aber nie fertig gemacht, weil ab irgendeinem Punkt, weil ich Gastro will, will ich auf keinen Fall mein ganzes Leben machen.

00:03:56: Das war für mich dann relativ schnell klar.

00:03:59: Und die nächsten Schritte waren halt, okay, um Orientierung, was mache ich?

00:04:03: Ich will definitiv am handwerklichen bleiben, weil Bürojobs sind einfach für mich nix.

00:04:08: Und dann bin ich über einen Freund von meiner Mutter tatsächlich, über Klavierbau, dann zum Tischler gekommen.

00:04:16: Ja, genau, ich habe mir ganz viele Nischenberufe angeschaut, auch Hochschmied und was weiß ich alles.

00:04:20: Und im Endeffekt war ich dann beim Tischler, okay, man kann sich sehr gut spezifizieren.

00:04:27: Aber man kann halt auch sehr breit gefächert

00:04:29: werden, weil Boden

00:04:31: legen, Möbel baut, Tür, Fenster, so dass viele bei vieles, was man halt auch in Privatleben nutzen kann, weil ich meine sein eigenes Haus ausstatten, ist schon ein Gefühl.

00:04:40: Ja, wirklich.

00:04:41: Richtig schön.

00:04:42: Also vor allem auch, ich finde es schön, wenn man einfach verschiedene Dinge auch ausprobiert und dann halt so seinen Weg findet.

00:04:47: Habt ihr irgendwie in dem Bereich ja schon mal eine Praktierung gemacht, habt ihr dann ein Bewerbungsgespräch gegeben bei der Farmeld an Schnupperdag oder wird das Ganze gestartet?

00:04:55: Ich hab tatsächlich ohne Probe Tag hier gestartet, also es war der Bewerbungsprozess.

00:04:59: Nein,

00:04:59: jetzt kalter Wasser.

00:05:00: Ja, genau.

00:05:00: Ich hab mir gedacht, ey, ich hab die Stelle gefunden, es sieht interessant aus.

00:05:05: Ich probier's einfach und bis jetzt gefällt's mir.

00:05:07: Ja,

00:05:07: cool.

00:05:08: Also ich bin wirklich zufrieden hier.

00:05:10: Schön.

00:05:10: Ja.

00:05:11: Genauso soll's sein.

00:05:12: Also auch nicht wirklich viele Ansprüche, Erwartungen gehabt, aber dann doch vollends überzeugt gewesen, dann... Positiv

00:05:19: überrascht, kann man sagen.

00:05:20: Schön.

00:05:21: Wie war's bei dir, Anton?

00:05:22: Bei mir war's eigentlich relativ ähnlich.

00:05:24: Also... Man hat davon abgesehen, dass der Bewerbungsprozess ja hier doch nochmal ein bisschen

00:05:29: spezieller ist.

00:05:31: Da müssen wir jetzt auch in die Tiefe gehen, in die Tiefe.

00:05:35: Der

00:05:36: geht hier ein bisschen mehr in die Tiefe, was ich eigentlich ziemlich cool finde.

00:05:39: Also es hat eigentlich drei Stufen sozusagen.

00:05:42: Die erste ist einfach nur, dass du wie bei jedem anderen Beruf, Lehrberuf, wo auch immer, dich einfach bewirbst, beschreib seine Bewerbung, lebenslauf rein, anschreiben rein, wie man es halt eigentlich kennt.

00:05:52: Nee,

00:05:53: per Mail quasi dann einfach schicken oder vorbeibringen.

00:05:55: Nicht ganz.

00:05:55: Das ist auch eine

00:05:57: Online-Plattform tatsächlich.

00:06:00: Das ist eigentlich relativ cool ja geregelt, also dadurch, dass es halt die Online-Plattform gibt, kannst du halt ... sag ich mal relativ unkompliziert, die Unterlagen einreichen, die am Ende auch zu brauchen werden und benötigt werden.

00:06:12: Weißt du, man ist immer auch nicht so richtig, was packt man mit rein, macht man noch Praktika mit rein, was auch immer...

00:06:19: Wenn man gut durch begleitet, was sind diese Prozesse?

00:06:21: Genau, da hat man kein Problem.

00:06:22: Besonders ja auch bei Ausbildungsberufen ist es ja doch meist auch so, dass die Leute eher etwas jünger sind, sie kommen gerade aus der Schule raus, sprich... Die wurden damit, glaube ich, auch im Leben noch nicht so oft damit konfrontiert.

00:06:36: Und das ist eigentlich ganz cool, wenn da ein kleiner Leitfaden gegeben wird.

00:06:39: Schön.

00:06:39: Also Schritt eins, die Online-Plattform, die man da gut durchbegleitet.

00:06:42: Wie geht's dann weiter?

00:06:43: Schritt zwei.

00:06:43: Genau.

00:06:44: Schritt zwei ist, wenn man das geschafft hat, wird man so auch wieder über die Online-Plattform, über eine Mail einfach benachrichtigt, dass man für so einen kleinen Eignungstest eingeladen wird.

00:06:56: Also aber auch wieder über Zoom.

00:06:58: Ich weiß gar nicht, wie das ... Ja, zwar über Zoom.

00:07:00: Genau.

00:07:01: Da ... geht das dann ungefähr, lass es ein, zwei Stunden sein.

00:07:06: Und da werden über Grundwissen Aufgaben wie in der Schule, Mathe, Englisch, Deutsch, Anfänge vom Tischlerwissen halt ganz viele Sachen abgefragt, um halt einfach mal so zu sehen.

00:07:18: haben sich die Leute vielleicht schon mal ein bisschen damit beschäftigt.

00:07:21: Wie tief geht da jetzt schon das Wissen rein?

00:07:23: Ja, kann man sich da eigentlich gut vorbereiten?

00:07:24: Oder habt ihr da irgendwie geschaut, dass euch irgendwie breiter aufstellt?

00:07:27: Oder ist es so, dass sagt, okay, wenn man ein bisschen in den Bereichen interessiert ist und so halbwegs, dann kann das schon funktionieren?

00:07:34: Also ich bin da ziemlich blind in alles rangegangen.

00:07:36: Ich dachte, mal schauen, was auf mich zukommt und wenn's passt, passt.

00:07:40: Ja, soll dann eh sein.

00:07:41: Ja, aber... Auch da das Zoom-Meeting war gut begleitet, also keine Verwirrungen, keine Probleme, das war sehr angenehm.

00:07:49: Ja,

00:07:50: und dann schaut quasi, seid ihr da auch vielleicht geeignet für den Bereich und dann geht es in die dritte Phase.

00:07:54: Genau, dann geht es in die dritte Phase und die besteht dann daraus, dass man hier persönlich eingeladen wird.

00:08:01: Man erscheint vor Ort mit den ganzen anderen Leuten, die halt ebenfalls auch potenziell hier eine Ausbildung anfangen wollten.

00:08:09: Und dann geht es eigentlich los mit einem persönlichen Gespräch.

00:08:12: Da ist dann jeweils der Chef von der jeweiligen Abteilung, wo man sich beworben hat, mit dabei.

00:08:18: Bei uns sitzen dem Fall der Tischler.

00:08:20: Dann die ganzen Wegbegleiter, in dem Fall halt die

00:08:24: Lehrlingsbeauftragten quasi, die schauen.

00:08:28: Wo kommen die Lehrlinge her?

00:08:29: Ja, genau.

00:08:30: Wo können wir die einsetzen?

00:08:31: Sind so euer Buddy dann quasi auch die ganzen Prozesse in der Lehre dann auch weiterhin?

00:08:34: Eigentlich

00:08:34: relativ cool, weil wenn man irgendwie ein Problem oder ein Anliegen hat, man kann sich halt jederzeit melden.

00:08:40: Und du lernst sie gleich am ersten Tag auch kennen, oder?

00:08:42: Das sind

00:08:43: super Ansprechpartner, was da geht.

00:08:45: Genau, kommt man zum Gespräch.

00:08:47: Erst mal so ein bisschen persönlich, was auch immer, wie ist man zum Beruf gekommen?

00:08:52: Was stellt man sich darunter vor?

00:08:55: Dann geht es weiter.

00:08:57: einfach mal so ein paar Sachen abgefragt werden.

00:09:00: Eventuell, das ist relativ unterschiedlich bei uns jetzt.

00:09:05: In dem Falle von unserem Chef, der hat einen großen Werkzeugkasten mitgebracht, hat immer aufgemacht, mal ein paar Werkzeuge gezeigt und war so ja... Was

00:09:12: ist das überhaupt?

00:09:13: Wie sieht's aus?

00:09:13: Könnt ihr mir denn hier überhaupt irgendwas dazu sagen?

00:09:16: Was denkt ihr?

00:09:17: Was ist das?

00:09:17: Was macht man damit?

00:09:19: Genau.

00:09:20: Schaut man dann, wie es läuft?

00:09:22: Und danach gibt's dann noch ein...

00:09:26: Ja, es waren quasi technische Tests, um zu schauen, ob wir ein bisschen Verständnis dafür haben.

00:09:31: Also bei uns war es jetzt Kabelbiegen nach Vorgaben.

00:09:35: Ja, das war interessant.

00:09:37: Wusste ich auch nicht ganz, was das damit zu tun hat, aber es wird schon einen Sinn haben, dass wir schauen, ob wir Verständnis haben, ob wir Vorgaben nachgehen können.

00:09:46: Ja, aber was auch interessant war, wir mussten einen Lehrberuf mit, ich glaube, Playmobil oder Lego nachbauen.

00:09:52: Ja, das war ganz witzig, den Gruppen vielleicht umzuschauen, ob wir gut im Team arbeiten oder irgendwas.

00:09:56: Ja, ja, ja.

00:09:58: Es war auch interessant.

00:10:00: Hätte ich mir nicht vorgestellt am Anfang, dass ich so was machen muss.

00:10:03: Ja.

00:10:04: Aber...

00:10:05: Aber hat Hinckhaut bei euch beiden?

00:10:06: Ja, anscheinend.

00:10:08: Bei uns war es ja auch, dass sie eigentlich nur ein Lehrling nehmen wollten für das Jahr.

00:10:12: Ah, schau.

00:10:12: Und im Endeffekt sind wir dann doch zu zweit gestartet.

00:10:14: Warte beide zu der Zeugend.

00:10:16: konnten Sie da nicht entscheiden.

00:10:18: Man muss ja auch sagen, so eine Entscheidung ist ja immer beidseitig.

00:10:21: Also ja klar, die Farmit hat sich für euch entschieden, aber ihr euch im Endeffekt auch für die Farmit und für den Lehrberuf.

00:10:27: Was hat euch da geholfen bei der Entscheidung?

00:10:28: oder was hat euch vielleicht auch gefehlt und hätte es gebraucht noch in dem Moment?

00:10:32: Bei mir war es halt eigentlich so dadurch, dass wir jetzt ja irgendwie nicht noch großartig Schnuppertage hatten.

00:10:37: Wir sind ja hier direkt einfach erster Arbeitstag erschienen und im Voraus war es halt ... Bei mir tatsächlich ein bisschen oberflächlicher, einfach aus dem Grund.

00:10:45: Ich habe mich bei vielen Tischlereien beworben.

00:10:49: Viele hatten auch positives Feedback gegeben, positive Rückmeldung, dass sie sich eine Zusammenarbeit in der Ansicht vorstellen könnten.

00:10:56: Dadurch, dass man sich noch nicht so richtig vorstellen kann, was macht man, worum wird es gehen, war besonders bei der Farmit bei mir ein ausschlaggebender Punkt, dass hier auch für Lehrlinge gerade viele Benefits gegeben werden.

00:11:10: Und gerade in der heutigen Zeit, finde ich, ist das nicht selbstverständlich.

00:11:14: Absolut,

00:11:14: ja.

00:11:15: Liest halt immer mehr.

00:11:16: Fachkräftemangel wird immer größer.

00:11:19: Man findet immer weniger Leute für die ganzen Lehrberufe.

00:11:21: Hängt natürlich zum einen, wie es halt gerade auch gesagt wurde, es ist beidseitig immer daran, dass es vielleicht irgendwie von Betriebsseite aus da irgendwie Mängel gibt oder dann jeweils halt von den Leuten, die sich halt für den Beruf bewerben oder entscheiden.

00:11:35: Und hier hat man irgendwie das Gefühl, wenn man Lehrberuf macht, dass es halt schon irgendwie auch einfach ein bisschen mehr angesehen ist in den Sachen wie, ich komme aus Deutschland, ich bin jetzt hergezogen, ich muss jetzt hier leben.

00:11:47: Und gerade da wird einem hier gut geholfen, schon alleine, was die auszubildenden Gehälter angeht.

00:11:54: Also das liegt, würde ich sagen, schon weit überm Durchschnitt, als zu den anderen Lehrbetrieben, die es hier in Wien und der Aufgebung gibt.

00:12:01: Und gerade solche Sachen haben mich natürlich dann bestärkt, dann zu sagen, hierhin geht man.

00:12:07: Zusätzliche Sachen wie das Klimaticket für Österreich kosten dann sich auch ja nicht wenig Geld für die ganze Lehrzeit, dass wir die übernommen.

00:12:17: Du kannst überall mit dem öffentlichen Nahverkehr, mit dem Fernverkehr überall hinfahren.

00:12:22: Es sind halt einfach alles Sachen, wo man sich denkt.

00:12:24: Alles Punkte, die dich da überzeugt haben.

00:12:26: Ja,

00:12:26: voll.

00:12:27: Mit denen du da irgendwie auch dir die Entscheidung dann leichter gemacht wurde.

00:12:30: Ja, genau.

00:12:30: Das finde ich schön, weil ihr seid so ein Riesenasset auch.

00:12:33: Ich meine, du hast es schon erwähnt, Fachkräfte mangeln, ihr seid heiß begehrt am Arbeitsmarkt.

00:12:37: Und dass es da gelungen ist, auch da fahren wir euch da irgendwie einzufangen und bei sich zu behalten.

00:12:42: Hat es bei dir auch noch zusätzliche Punkte gegeben, die dir da geholfen waren bei der

00:12:45: Entscheidung?

00:12:45: Ja, also der Anton hat schon eigentlich ziemlich alles erwähnt, aber was für mich noch ziemlich ausschlaggebend war, weil die Möglichkeit auf einen Auslandsbrauch... im Praktikum Zeiten und dritten Lehrjahr, dass man da irgendwo hingeht, mal einen anderen Betrieb kennenlernt, schaut, wie man woanders arbeitet, was für Materialien die haben.

00:13:00: Ja,

00:13:01: aber du bist jetzt im zweiten Lehrjahr, sprich, steht das jetzt dann bei dir an oder hast du das irgendwie geplant?

00:13:05: Das könnte gut möglich sein.

00:13:06: Also es wird erst ausgeschrieben, wo man überhaupt hin könnte, aber wäre schon sehr interessant für

00:13:13: mich.

00:13:13: Hättest du Präferenzen vom Land?

00:13:15: Oh, Spanien wird mich interessieren.

00:13:17: Ja, verstehe ich.

00:13:17: Spanien sonst.

00:13:19: Ans Meer in die Sonne?

00:13:21: Ja, bisschen Sonnetanken rein.

00:13:23: Sonst lichten Steinwahr.

00:13:26: Auch ein Punkt.

00:13:26: Dort hat eine Freundin von mir, die das Boden legt, hat dort ein Auslandspraktikum gemacht.

00:13:31: Erzählt sich nur Gutes.

00:13:32: Also je nachdem, welche Länder ausgeschrieben sind, muss man sich auf jeden Fall mal anschauen.

00:13:38: Welches Ausmaß hätte so ein Praktikum?

00:13:40: Wenn ich mich nicht ganz irre, sind es drei Wochen.

00:13:43: Das sammelt man schon einige Erfahrungen in der Zeit.

00:13:45: Da ist schon was dabei.

00:13:47: Also wenn es so weit ist, sagst du, wärst du dem nicht abgeneigt.

00:13:51: Auf jeden Fall.

00:13:51: Was würdet ihr sagen, was wären so, gerade zu Beginn vielleicht, jetzt ist irgendwie ein neuer Job, neuer Beruf.

00:13:57: Was waren so die größten Herausforderungen für euch?

00:14:00: Orientieren.

00:14:01: Definitiv.

00:14:02: Bei dem Gelände Orientierung ist was Schweres.

00:14:06: Ja, also es gibt ja auch, es gibt ganz viele.

00:14:08: Genau, es ist ja nicht nur das AKH-Gebäude, sondern halt all die Bäume.

00:14:12: Gebäude rundherum auf dem Gelände.

00:14:14: Die Zehntausend Schritte bekommt man locker jeden Tag.

00:14:17: Kann ich unterschreiben.

00:14:20: Sonst, Orientierung war schwer.

00:14:23: Dann halt am Anfang hast du keine Ahnung, was zu machen.

00:14:26: Du wirst ein bisschen blind reingeworfen.

00:14:28: Und es braucht auf jeden Fall seine Zeit, dass man sich dran gewöhnt, dass man weiß, hey, da sind die Dinge, die kann ich machen.

00:14:35: Da brauch ich noch Hilfe.

00:14:36: Man muss sich auf jeden Fall einstellen.

00:14:39: Erst mal auf die Arbeit, weil ... Das ist komplett ungewohnt.

00:14:43: Also ich habe noch nie in einer Werkstatt gearbeitet, großartig.

00:14:46: Es war alles sehr komisch.

00:14:47: Okay, wie muss ich jetzt rumgehen?

00:14:49: Wo muss ich hin schauen, wenn da die Maschine läuft, dadurch dort stehen oder nicht?

00:14:54: Stehen die Platten richtig?

00:14:56: Sind sie zu steil oder zu flachgelegt?

00:14:59: Aber man wird da dann gut, also es gibt dann schon jemanden, der eigentlich da auch

00:15:02: abkommt.

00:15:02: Also die Kollegen helfen einem da irre weiter, sind doch irre net alle.

00:15:07: Also, man kann jenen fragen und keiner schnauzt einen an.

00:15:10: Ja, das ist das Wichtigste.

00:15:12: Ja, da

00:15:12: kennt man eh so viele Horrorgeschichten von Lehrlingen.

00:15:15: Und

00:15:15: das kann ich sagen, ist hier absolut nicht der Fall.

00:15:18: Richtig schön.

00:15:19: Also, es gibt Wertschätzung unter den Kollegen.

00:15:21: Was Wichtiges für mich.

00:15:23: Also, das wäre auch so ein Punkt, würde ich sagen, bei der Entscheidung wahrscheinlich hätte sie das Vorgewusst ganz oben gestanden.

00:15:29: Gerade Wertschätzung ist so was Wichtiges.

00:15:31: Hast du noch andere Herausforderungen erlebt?

00:15:33: Ja, also... Herausforderung an sich nicht, aber auf jeden Fall ungewohnt, besonders, wenn man die Lehrer als Tischler anfängt.

00:15:41: Man ist ja dann doch hier einfach in einem gesundheitlichen Gelände, Umgebung irgendwie unterwegs.

00:15:51: Und gerade da hat man ja auch viele Aufträge, Baustellen auch innerhalb des Krankenhauses.

00:15:59: Und da gibt es dann manchmal doch so ein paar Sachen zu beachten.

00:16:01: Zum Beispiel, wenn man irgendwie im OP oder so, dann irgendetwas umbauen muss oder so, dass man da die ganzen Gesundheitsvorschriften z.B.

00:16:08: auch mit einhält.

00:16:09: So kann dich vorher nicht.

00:16:10: Da meldet man sich an.

00:16:11: Da muss man manchmal auch Schutzanzüge noch mit anziehen.

00:16:13: Ist ja klar.

00:16:15: Ja, sicher.

00:16:15: Ist ja im Krankenhaus.

00:16:16: Ist ja im

00:16:17: Krankenhaus, tatsächlich.

00:16:19: Das denkt man gar nicht irgendwie.

00:16:20: Also auch der laufende Betrieb darf er dann gar nicht gefährdet werden.

00:16:24: Oder blockiert werden.

00:16:25: Das ist irgendwie so Top Priority wahrscheinlich.

00:16:27: Genau, das auf jeden Fall.

00:16:30: Und ansonsten, wie der Theo gesagt hat, am Anfang zu schauen, was kann ich wie wir machen?

00:16:35: Und da sind wir halt auch wieder beim Thema, es ist halt auch so eine beidseitige Angelegenheit.

00:16:39: Das ist ja auch nicht nur für uns irgendwie immer wieder eine Umstellung, jetzt in den Lehrbetrieb zu kommen und dann dort auf einmal da zu sein, zu arbeiten und zu lernen.

00:16:47: Es ist ja mitunter auch einfach was Besonderes für die Leute, die jetzt halt hier auch schon einfach arbeiten, weil das sind ja

00:16:53: auch...

00:16:54: Am Ende alles normale Tischler.

00:16:56: Und die haben

00:16:58: den,

00:16:58: genau, Berufe ja jetzt nicht direkt erlernt, weil sie sich irgendwie schon immer gedacht haben, boah, ein Lehrer, das ist es.

00:17:05: Sprich, für die ist es ja am Ende auch eine Umstellung halt zu schauen, wie kann ich jemandem gut mit einbinden, wie gehe ich mit der Person um, die irgendwie auch ein bisschen durch den Alltag zu führen, vielleicht jetzt auch nicht so zu vernachlässigen.

00:17:16: Wir haben am Anfang jetzt absolut nicht der Fall, aber man merkt natürlich, wie es halt einfach immer ist, wenn man überall kommt.

00:17:21: Man muss sich erst mal einfach eingrufen, aber ich finde, das ist eine ganz normale Sache.

00:17:25: Ja, also auf mich wirkt ihr beiden, als wäre sie gut eingekrooft mittlerweile.

00:17:29: Also wir springen jetzt wieder zurück, ein bisschen hier und jetzt.

00:17:32: Worauf seid ihr denn richtig stolz?

00:17:34: Was habt ihr schon richtig gut drauf?

00:17:35: Was geht schon ganz gut?

00:17:37: Ich muss sagen, bei mir Schleifen ist... Ich bin jetzt seit ein paar Monaten großteils bei Duschenmontagen dabei.

00:17:46: Denkt man auch nicht unbedingt als Tischler ran, dass man da jetzt eine Duschkabine montiert.

00:17:51: Aber das ist halt irre spannend, weil wir müssen den Boden legen, den Kanal ausstellen, dann halt die Wände setzen, kleben, die Fugenschleifen weggesetzen, schauen, dass die Bohrungen passen, damit die Installateur dann ihre Beschläge draufhauen können.

00:18:07: Ich lieb es.

00:18:08: Es ist viel zu tun.

00:18:10: Eines baut auch aufs andere auf.

00:18:11: Man muss dann auch... Davor gibt es jemanden, der vielleicht dann dort war, danach kommt wieder jemand.

00:18:15: Man muss immer mit den anderen Gewerken zusammenarbeiten.

00:18:18: Vor allem bei den Duschen ist Trockenbau und Installateur.

00:18:21: sind unsere Ansprechpartner, wenn wir uns irgendwie organisieren müssen, wer wann was macht.

00:18:26: Ja, aber das ist ja auch alles, ich sage jetzt mal in-house, also das ist ja alles von der Format, das haben wir ja bei einer anderen Baustelle auch oft nicht, also wenn ich jetzt als Baustelle das ganze beschreibe, hast du das oft nicht, dass es irgendwie der eine Betrieb macht, der nächste das, glaubst du, ist es dadurch leichter, dass auch sich da gegenseitig abzustimmen?

00:18:41: Es kann leichter sein, es kann aber auch manchmal schwerer sein, wenn halt Misskommunikation passiert oder irgendwas verloren geht.

00:18:50: Manchmal ist man auch ein bisschen hausauf sich, weil man auf die Baustelle kommt und man findet sein Werkzeug nicht mehr, weil es irgendjemand umgeräumt hat.

00:18:57: Also das sind schon paar Probleme, die stattfinden können, aber meistens ist es halt einfach angenehm mit den anderen zu arbeiten.

00:19:04: Man lernt halt auch von den anderen Gewerken was.

00:19:06: Ja.

00:19:07: Du sagst schleifen, was weiß bei dir Anton?

00:19:09: Bei mir ist es vor allem grob gesagt erst mal die Arbeit in der Werkstatt, weil ja oft auch noch mal unterteilt wird zwischen Leute, die viel eher mehr auf den Montagen unterwegs sind, auf den Baustellen unterwegs sind oder Mitarbeiter, die auch einfach viel in der Werkstatt arbeiten, weil alles, was irgendwie mal montiert wird oder sonst irgendwas, muss ja auch irgendwie vorbereitet werden.

00:19:30: Sprich, bei mir ist es mittlerweile eigentlich auch vor allem die Arbeit in der Werkstatt mit den ganzen Maschinen, dass ich mittlerweile halt einfach da viel gezeigt gekriegt habe und die bestimmten Materialen, Holz, Staron, Multiplex, was auch immer ... Polikarbonatplatten, was man nicht alles hat, einfach schon gut bearbeiten kann, sei es über den Abrichthobel oder die Tischkreissäge, die Bandsäge und man damit halt einfach mittlerweile schon gut umgehen kann und dementsprechend halt die Teile, die benötigt werden, auch einfach dann immer auf Maß gut zuschneiden und anfertigen kann.

00:20:06: Habt ihr Möglichkeiten, dass ihr sagt, okay, ich wäre lieber in der Werkstatt, ich wäre lieber auf Montage oder habt ihr jetzt einfach mal den Rundumblick und... Seit's grad immer rausfinden, was ich mehr gefällt.

00:20:16: Also, ich würd sagen, man hat auf jeden Fall die Möglichkeit, einfach erst mal zu schauen, besonders im ersten Lehrjahr, ist klar, man schnuppert irgendwie überall mal rein, zu schauen, was liegt einem mehr, was macht einem vor allem auch einfach mehr Spaß, weil am Ende für alle ... viel größeres Benefit, wenn man vielleicht irgendwie Leuten, die Arbeiten auch gibt, wo sie selbst sagen, sie haben Spaß dabei.

00:20:39: Ich würde sagen, wenn man bei was viel Spaß hat, macht man's mitunter auch einfach am besten.

00:20:43: Und dann kommt das eigentlich so, wie man da ungefähr sich auch orientiert.

00:20:51: Man hat hier alle drei Monate auch so, sag ich mal, Orientierungsgespräche immer wieder mit den Chefs und so, wo sie eh so fragen.

00:20:57: Was läuft gut?

00:20:58: Was läuft schlecht?

00:20:58: Was gefällt euch?

00:20:59: Was können wir besser machen?

00:21:00: Und dadurch kann man dann halt auch einfach sehen.

00:21:03: Gut, Theo zum Beispiel ist gerne auf Montage unterwegs und arbeitet halt gerne irgendwie auf der Baustelle mehr und baut die ganzen Teile jetzt schon ein, die angefertigt wurden.

00:21:14: Und bei mir war es dann halt eher wirklich mehr auch innerhalb der Werkstatt unterwegs zu sein, weil ich einfach doch auch gerne mit Maschinen arbeite und auch ein bisschen die Umgebung einfach von einer Werkstatt.

00:21:25: Ich bin einfach schon immer gerne in einer Werkstatt.

00:21:27: Viele Maschinen, die Gerüche.

00:21:29: Auch das von früher wahrscheinlich, dass da draufkommt.

00:21:31: Wo du sagst, da fühle ich mich irgendwie angekommen oder daheim.

00:21:35: Was sind so die Menschen, mit denen ihr am meisten zusammenarbeitet?

00:21:37: Also wahrscheinlich gibt es auch da dann Unterschiede, wenn ihr quasi einen anderen Schwerpunkt jeweils gesetzt habt.

00:21:42: Aber wer sind eure Bezugspersonen?

00:21:46: Also bei mir ist es momentan der andere, dass halt unser Duschen mache für alles, bei dem bin ich jetzt seit ca.

00:21:52: drei Monaten fast bei jeder Dusche dabei.

00:21:54: Ja,

00:21:55: weil es dir taugt.

00:21:57: Ja,

00:21:57: es taugt mir voll.

00:21:58: Also das gerade setzen und schleifen eben.

00:22:03: Man sieht den Prozess und das gefällt mir eben so dran.

00:22:05: Ich sehe von Anfang an vom Rohbau bis zum Ende, wie das halt passiert.

00:22:10: Und ich mag diesen Prozess zu sehen, weil es hilft mir auch bei der Arbeit.

00:22:14: Ich bin kein Fan davon, irgendwas zu machen und dann nicht zu sehen, wie es im Endeffekt aussieht.

00:22:19: Ja, da geht auch so Theorie und Praxis ein bisschen auseinander.

00:22:21: Genau.

00:22:21: Also, ihr wart's wahrscheinlich beide schon in der Berufsschule, im ersten Lehrjahr dann.

00:22:26: Gibt's Dinge, wo ihr sagt, okay, in der Theorie, wann ist echt, also das eigentlich, wenn man dacht, brauch ich nicht oder ist irgendwie gar nicht spannend und in der Praxis schaut's aber ganz anders aus?

00:22:35: Ja, tatsächlich, dass man drauf schauen muss, dass Dinge tatsächlich im Winkel sind und waagrecht, horizontal halt.

00:22:43: Wie wichtig ist das wirklich?

00:22:44: Ist das nicht nur ein Papier, sondern auch echt draußen?

00:22:46: Weil wenn man dann eine Wand setzt und die ist minimal schief oder beim Fräsen ist verschief gegangen, passt halt die ganze Dusche auf einmal nicht mehr.

00:22:54: Also das ist wirklich extrem wichtig und ich dachte mir am Anfang, ja gut, so ein Millimeter Abweichung wird jetzt nicht so viel Unterschied machen.

00:23:01: Mach's doch

00:23:02: aus.

00:23:03: Das sind dann die Fehler, wo man am meisten davon lernt, wenn man dann sieht, es gibt Dinge, auf die ich zu achten hab.

00:23:10: Hast du auch Erfahrungen mit diesen großen Fehlern?

00:23:13: Seien sie noch so klein, wo du dann sagst, Anton, daraus hast du besonders viel gelernt.

00:23:19: Na, bei mir ist es, würd ich sagen, wie der Theo gerade schon gesagt hat, die Genauigkeit.

00:23:25: Ich muss sagen, was viele Sachen angeht, bin ich manchmal auch noch ein bisschen ... grobmotorisch unterwegs, weil man dann doch am Ende nicht denkt, dass so minimale Abweichungen dann den Unterschied machen.

00:23:36: Aber ja, wir haben jetzt schon ein paar Mal gemerkt und am eigenen Leib erfahren, dass es dann halt am Ende nicht so toll ist, wie man sich es dann am Ende vorgestellt hat, wenn man dann doch irgendwie die ganze Zeit nur so ungefähr arbeitet, wie es sein sollte.

00:23:53: Auf die Details kommt es dann.

00:23:54: Genau,

00:23:54: auf die Details kommt es an.

00:23:55: Ansonsten... Da ist jetzt eigentlich nichts groß.

00:23:59: Ja.

00:24:00: Ich meine, seit ihr gerade auch in der Leerzeit, in der superspannenden Phase und Situation, dass ihr immer wieder neue Dinge lernst.

00:24:04: Also ihr seid ihr irgendwie auch gerade in den Prozess und es kommt irgendwie wahrscheinlich jeden Tag oder auch jede Woche, jedes Monat, irgendwas dazu, wo ihr sagt, cool, das wusste ich noch gar nicht.

00:24:12: Würdet ihr sagen, ihr lernt es am meisten dabei, wenn euch jemand an der Hand nimmt und sagt, okay, ich zeig dir das jetzt.

00:24:18: Also, wenn es euch irgendwie jemanden gibt, der euch das verständlich macht, oder lernt sie dann doch eher durchs eigene Anpacken, oder vielleicht dann doch durch die Theorie.

00:24:26: Also, da gibt es ja dann auch mehr Möglichkeiten.

00:24:28: Was wäre so euer Weg, wo am meisten irgendwie auch hängen bleibt?

00:24:32: Also, ich würde sagen, ich persönlich habe gemerkt, Theorie ist auf jeden Fall wichtig.

00:24:39: Ich denke aber gerade in einem Handwerksberuf, ... ist das der Weg, wo man ... ... am schlechtesten Sachen irgendwie ... ...

00:24:49: auffassen

00:24:50: kann und dann auch selber an die Praxis umsetzen kann.

00:24:53: Bei mir ist es dann doch eher so, am liebsten habe ich es ... ... mir wird es gezeigt.

00:24:58: Manchmal auch mehrmals, weil doch ... ... gewisse Arbeiten macht man nicht am laufenden Bande.

00:25:03: Manche Sachen geraten wieder in Vergessenheit, landen im Hinterkopf.

00:25:06: So immer mal wieder dieses Auffrischen ist schön.

00:25:08: Und dann doch am Ende ... finde ich es ziemlich schön, wenn dann auch mal ein Mitarbeiter kommt, der so sagt, hier, das und das muss gemacht werden.

00:25:17: Mach einfach mal und wenn es irgendwas gibt, so, du weißt, ich bin um die Ecke so, aber so, guck jetzt mal, wie du das selber irgendwie so hinkriegst.

00:25:27: Find ich ganz cool, weil ich denke, wenn man selber dann irgendwie auch mal ins kalte Wasser geworfen wird, dann... Ratter zum Kopf dann doch mal ein bisschen mehr, als wenn dann immer jemand dahintersteht und der Helfen in der Hand und sagt, nee, mach mal so.

00:25:38: Man

00:25:38: lernt dann auch selbst zu schwimmen in irgendwo in den Kaltenwasser.

00:25:42: Auch

00:25:42: ohne Schwimmflügger.

00:25:43: Selbstständig

00:25:44: sein ist halt einfach mega, mega wichtig.

00:25:46: Ich würde sagen, egal was für ein Beruf so, man muss halt einfach immer schauen, dass man sich selber irgendwie gut organisieren kann.

00:25:53: Und das geht dann doch irgendwann am besten, wenn man dann halt einfach mal versucht, selber Dinge anzupacken und sich auch dafür Lösungen zu überlegen.

00:26:00: Wenn es

00:26:01: nicht klappt.

00:26:02: So was soll es?

00:26:03: ich meine Fehler passieren?

00:26:05: aus Fehlern lernt man.

00:26:06: So das ist ja am Ende auch nicht das Ziel durch eine Lehre zu gehen und keine Fehler zu machen.

00:26:11: Sondern vielleicht ist ja gerade das auch irgendwie die Sache was eine Lehre irgendwie so ein bisschen ausmacht.

00:26:16: Absolut, also ich kann euch und dir da jetzt nur zustimmen.

00:26:20: Also es ist ja ein laufender Prozess auf jeden Fall.

00:26:23: Ich habe jetzt zum Abschluss für euch noch, bevor es wieder zurück auf den Arbeitsplatz geht, drei Fragen, die wir jedem Lehrling, der hier im Podcast sitzt, stellen.

00:26:30: Die allererste Frage wäre an euch beide.

00:26:32: Gab es einen Moment, wo ihr gemerkt habt, die Lehre, das ist genau euer Ding?

00:26:36: Ich muss sagen, als sie dann begonnen haben, uns zu vertrauen, mit Maschinen zu arbeiten, das war so ein Moment, wo ich war.

00:26:42: Ja, hier kann ich lang bleiben.

00:26:45: Da, dass einem eben auch, wenn man erst im ersten Reihe ist, Vertrauen geschenkt wird, wenn sie sehen, hey, das interessiert allen, der will das machen, lassen wir ihn machen.

00:26:55: Dass halt diese Einstellung in der Werkstatt ist, war für mich der Moment, wo ich war.

00:26:59: Ja, hier kann ich gut arbeiten, hier will ich arbeiten.

00:27:02: Was ist das bei dir?

00:27:04: Bei mir war es jetzt im Großen und Ganzen wirklich der Punkt

00:27:09: zu

00:27:10: sehen, dass man hier den Tischlerberuf ... ausüben kann und gerade heutzutage aber auch einfach hier eine mega krasse Sicherheit kriegt.

00:27:21: Hier wird es immer Arbeit geben, hier wird es immer was zu tun.

00:27:24: Es bietet eine Sicherheit gerade für die Zukunft und was halt auch hier mega toll ist durch diese vielen Abteilungen, Unterteilungen, was es auch immer alles gibt.

00:27:34: Man hat halt auch einfach in der Zeit, wo man hier arbeitet, mega viele Chancen sich auch immer weiter zu entwickeln.

00:27:42: Aufstiegschancen zu sagen, wenn man mehr will, einfach zu sagen, ey, ich find das super.

00:27:48: Ich könnte mir da auch vorstellen, mehr Verantwortung zu übernehmen und dementsprechend da halt auch einfach mehr zu machen.

00:27:54: Und das hat man halt auch nicht bei jedem Betrieb.

00:27:56: Meistens Tischlerbetriebe relativ klein.

00:27:59: Man arbeitet als Tischler und wenn's dann halt jetzt nicht irgendwie gravierende Sachen passieren, wird's auch erst mal so bleiben.

00:28:06: Und hier, finde ich, gibt's immer wieder Wege, auch neue Sachen.

00:28:11: kennenzulernen und zwar gründen und zwar Kunden.

00:28:13: Jetzt hören uns wahrscheinlich auch gerade ganz viele junge Menschen zu, die vielleicht gerade in der Phase sind, wo ihr jetzt vor ein, zwei Jahren wart, nämlich sich zu entscheiden, wo geht es hin, was mache ich weiter.

00:28:22: Deswegen meine zweite Frage, habt ihr einen Tipp von Lehrling zu potenziellem Lehrling, wie die Lehre gelungen starten kann, also wie das wie der Start in die Lehre richtig gut von starten geht?

00:28:33: Natürlich einfach.

00:28:35: sich mal reinschmeißen lassen und schauen, was passiert.

00:28:37: Ich finde, mit Vorstellungen, da reinzugehen, kann oft enttäuschend sein, oder dann ist es doch ganz anders, als man sich gedacht hätte.

00:28:45: Einfach mal schauen, ob es für einen passt oder nicht.

00:28:48: Das finde ich die beste Option.

00:28:50: Ja,

00:28:50: also ich würde sagen, man sollte sich schon kleines Bild davon machen, für was man sich dann eventuell entschieden hat.

00:28:58: Aber ansonsten denke ich halt einfach wirklich das Wichtigste, besonders auch für die Jüngeren, ist einfach keine Angst zu haben.

00:29:06: Es gibt wirklich gar keinen Grund, Angst zu haben.

00:29:09: Arbeiten ist was Neues, es ist was anderes.

00:29:13: Aber es ist wirklich einfach nur eine Gewöhnungssache.

00:29:17: Und mit diesem ganzen Lampenfieber und Kopfgedöns, was einem da immer vorgeht, völliger Quatsch.

00:29:25: Also das geht so schnell, da braucht man sich wirklich keinen Stress machen.

00:29:30: Dritte und letzte Frage.

00:29:31: Da brechen wir uns jetzt noch mal ein bisschen runter.

00:29:33: Welche drei Worte beschreiben euren Lehrberuf am besten?

00:29:37: Auf jeden Fall abwechslungsreich.

00:29:40: Es wäre mal eines abwechslungsreich.

00:29:43: Ich würde sagen, auf jeden Fall praktisch.

00:29:45: Praktisch?

00:29:46: Nehm ich auch.

00:29:46: Richtig

00:29:47: cool personenbezogen.

00:29:49: Personenbezogen, ja.

00:29:50: Ich glaube, es kommen noch weitere.

00:29:53: Das wären so die drei, die ihr beide unterschreiben könnt.

00:29:56: Ich sag mir, wir machen Sex, das heißt zu zweit jeder der drei Worte nennen.

00:30:00: Also drei haben wir schon.

00:30:02: Sonst einfach noch Zusammenarbeit.

00:30:04: Ja.

00:30:05: Auf jeden Fall Teamwork ist ganz große Nefarbe.

00:30:08: Genau.

00:30:10: Es macht Spaß.

00:30:11: Spaß.

00:30:12: Ich finde Spaß ist mit dabei.

00:30:14: Muss auch dabei sein Teil.

00:30:14: Ist das das fünfte Wort?

00:30:16: Wenn man Teamwork und Zusammenarbeit zusammenfassen.

00:30:19: Und dein letztes sechstes Wort.

00:30:21: Ich würde sagen, das sechste Wort ist auch einfach anspruchsvoll.

00:30:24: Ja.

00:30:25: Darf es auch sein und muss es auch sein, weil man möchte auch dran wachsen und viel mitnehmen.

00:30:29: Irgendwann wird es sonst langweilig.

00:30:30: Ja, vielen Dank euch.

00:30:31: Damit sind wir auch schon am Ende dieser Folge von Nextdepläre, dem Podcast der Farmit KMB.

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00:30:47: In der nächsten Episode werfen wir einen Blick auf ein Thema, das früher oder später alle begriffen.

00:30:52: Finanzen und Selbstständigkeit.

00:30:54: Bleibt dran, wir hören uns bei der nächsten Folge vom Next Step Kläre.

00:31:12: Dieser Podcast wurde produziert von WePod it.

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